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Wie wichtig ist Sport in Zeiten von Cornona?!

#369139418 ©Thaut Images - stock.adobe.com

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Verbindung zwischen körperlicher Aktivität/Inaktivität & COVID-19

Noch nie war es so wichtig, ein starkes und intaktes Immunsystem zu besitzen. Gerade jetzt, in Zeiten einer Coronapandemie, ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken, um das Risiko einer COVID-19 Infektion zu minimieren. Doch was kann jeder Einzelne tun, wenn Gesundheitseinrichtungen wie Sportvereine, Fitnessstudios oder Schwimmbäder geschlossen sind? Zwar lautet das Gebot der Stunde, in der Corona-Krise zu Hause bleiben, aber auf Sport verzichten sollte man keinesfalls.

Denn Sport oder besser gesagt körperliche Aktivität, ist ein wichtiger Präventionsfaktor für viele Erkrankungen. Leider ist diese Tatsache in der Bevölkerung noch nicht bei jedem angekommen. Die Folgen einer mangelnden körperlichen Aktivität sind in den meisten Fällen Übergewicht und Fettleibigkeit. Allein in Deutschland sind mehr als die Hälfte (53 %) der Erwachsenen (über 18 Jahre) übergewichtig (Stand 2017 – Tendenz steigend). Die Folgen sind Diabetes, Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. All diese Krankheiten sind Risikofaktoren, für einen schweren Krankheitsverlauf des neuartigen COVID-19-Virus.

So sollte es doch schon auf der Hand liegen, dass körperliche Aktivität (Sport treiben) dazu beitragen kann, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu minimieren.

Leider sind die Studien über den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und SARS-COV2-Virus noch sehr überschaubar. Dennoch gibt es ein paar Wissenschaftler, die einen ersten guten Überblick auf die Auswirkung von COVID-19 auf verschiedene physiologische Systeme und einen möglichen Zusammenhang der Erkrankung mit körperlicher Aktivität in der Zeitschrift (German Journal of Sports Medicine) veröffentlich haben.

Sport dient als Prävention schwerer Covid-19 Verläufe:

Um die körperliche Leistungsminderung zu verlangsamen, greifen viele auf Sport zurück. Denn körperliche Aktivität hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem (dies ist wissenschaftlich bewiesen). Jedes Training (unabhängig von Dauer und Intensität) stimuliert das Immunsystem. Zwar ist es noch nicht bewiesen, dass Sport das Infektionsrisiko senkt, jedoch hilft es dem Körper bei der Verarbeitung einer COVID-19 Infektion. Das bedeutet, wer Sport treibt, wirkt einem schweren Krankheitsverlauf des Coronavirus entgegen. So auch die Wissenschaftler der Zeitschrift (German Journal of Sports Medicine): „Mäßige körperliche Aktivität kann die Anfälligkeit für Infektionen der oberen Atemwege verringern und der Gesundheit des Immunsystems zugutekommen.“ Hier sogar eine gute Nachricht für „Sportmuffel“: „Selbst kurze Trainingseinheiten von 10 Minuten können für untrainierte bereits die optimale Dauer sein, die dann über die Zeit gesteigert werden darf.“ Des Weiteren empfehlen wir dringend die Bewegung während der Coronapandemie, damit weitere Begleiterkrankungen (wie Diabetes und Adipositas) vermieden werden bzw. das Risiko verringert wird.

Sport dient auch als Rehabilitation von Covid-19 Erkrankten:

Doch nicht nur als Prävention dient körperliche Aktivität, sondern auch als Rehabilitation. Wie bei vielen Rehabilitationsmaßnahmen, ist auch Sport nach einer überstandenen COVID-19 Erkrankung sehr wichtig. Denn oft ist es so, dass die Betroffenen nach einer Infektion weiterhin mit Beschwerden wie Belastungsintoleranz, chronische Erschöpfung, neurologische, sowie psychische Störungen zu kämpfen haben. Gegen all diese Symptome kann ein moderates Ausdauertraining und ein lokales Krafttraining der wichtigsten Hauptmuskeln (Beine, Bauch, Rücken, Schulter, Brust) bei der Genesung helfen. Dies wurde auch in den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. aufgenommen. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten. Bei zu starker Belastung kann es zu Herzschäden (wie etwa zur Entzündung des Herzmuskels) kommen. Ganz auf Sport verzichten sollte man erst, sobald Symptome oder Anzeichen einer Infektion auftreten.

Sport bzw. körperliche Aktivität hat nicht nur auf die körperliche Beschaffenheit (physisch) sondern auch auf den psychischen (die Psyche oder die Seele) Zustand eine positive Wirkung. Die Wissenschaftler der German Journal of Sports Medicine Zeitschrift erörtern auch, dass regelmäßige Bewegung die Symptome und Folgen von quarantänebedingten Depressionen und traumatischen Störungen lindern kann. Bedeutet, Bewegung und körperliche Aktivität fördern das psychische und körperliche Wohlbefinden. Wer sich also schlecht fühlt, sollte körperlich aktiv werden. Davon profitiert sowohl die Stimmungslage, als auch das körperliche Wohlbefinden.

Zusammenfassung – Sport ist ein Heilmittel für alles:

Die Studie „Sport in Zeiten von Corona“ veröffentlich in der Zeitschrift (German Journal of Sports Medicine) macht deutlich, dass Sport (in Zusammenhang mit Covid-19) sowohl hinsichtlich der Prävention, als auch der Rehabilitation ein wichtiger Faktor ist. Mit Hilfe von körperlicher Aktivität, können Risikofaktoren, die zu einer Covid-19 Infektion führen können, reduziert werden. Auch nach einer Infektion mit dem Neuartigen Virus ist es wichtig, dass man wieder langsam körperlich aktiv wird.

Sport „verjüngt“ das Immunsystem und hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Abwehrmechanismus. Schon allein 10 Minuten körperliche Aktivität reicht aus, dass im Körper Stoffe freigesetzt werden, die sich positiv auf die Abwehrkräfte auswirken. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass man die Dauer der Trainingseinheiten mit der Zeit steigert, um einen langfristigen positiven Effekt zu erzielen/erreichen.

Auch wenn man von einer Infektion des Neuartigen SARS-COV2-Virus verschont bleibt, verdeutlicht die aktuelle Situation abermals die Wichtigkeit von Sport.

Fit bleiben - Tipps von der KNAPPSCHAFT

  1. Bleiben Sie in Zeiten von Corona körperlich aktiv. Sport stimuliert das Immunsystem und reduziert Gesundheitsrisiken wie Diabetes, Adipositas sowie Anfälligkeit für Infektionen. Nutzen Sie möglichst Tageslicht. Schon ein Spaziergang an der frischen Luft fördert die Konzentrationsfähigkeit und wirkt sich positiv auf die Stimmungslage aus. Ideal sind bis zu 10000 Schritte am Tag.
  2. Passen Sie die körperliche Belastung ihrem Leistungsniveau an. Die Pulsfrequenz ist wichtig und sollte nicht direkt nach oben schießen. Trainieren Sie besser moderat und ausdauernd. Lassen Sie es bei niedrigen Temperaturen langsam angehen. Bei extremer Kälte ist intensiver Sport eher kontraproduktiv und kann das Immunsystem sogar belasten.
  3. In eisigen Zeiten ist Sport im Freien nur was für Fitte. Bei Kälte unbedingt durch die Nase atmen. So erwärmt sich die Luft, bevor sie in die Bronchien fließt. Verzichten Sie zudem auf wechselnde Belastungen oder Intervalltraining, um die ohnehin beanspruchten Atemwege nicht zusätzlich zu reizen. Bei erhöhter Körpertemperatur sollten Sie besser auf Sport verzichten.

In dem nächsten Artikel/Bericht erfahren Sie, welche Sportarten Sie ohne großen Aufwand betreiben können & wie Sie sie richtig ausführen, um so Ihre körperliche Aktivität zu steigern. Es warten auf Sie wertvolle Tipps & Tricks, die den Transfer in den Alltag erleichtern.