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BLICK ÜBER DIE KREISGRENZE HINAUS – heute: Saisonfazit im Rhein-Lahn-Kreis

Zweikampf zwischen Michele Esposito (am Ball), der künftig das Trikot der TuS Burgschwalbach tragen wird und Julian Ohlemacher, der sich die Torjägerkrone der Bezirksliga Ost sicherte. Foto: Christopher Kahl

Zum Abschluss der Saison 2018/2019 drehen wir von flw24.de noch einmal den Scheinwerfer und beleuchten den Fußball im Rhein-Lahn-Kreis, wo sich ebenfalls Teams zum Meister und Pokalsieger krönten oder andere Vereine den bitteren Gang in eine tiefere Klasse hinnehmen und schlucken mussten.

Zum Pokalsieger A/B auf Kreisebene (und der damit verbundenen Teilnahme am Rheinlandpokal in der Saison 2019/2020) kürte sich die TuS Gückingen, die damit zugleich das Double aus Meisterschaft der Kreisliga A Rhein/Lahn und dem Pokalsieg holte und eine bockstarke Saison krönte. Gückingen, um Coach Mike Döblitz, gewann gegen den VfL Holzappel (dem künftigen Team des Akteurs der TuS Dietkirchen, Yannick Wenig), in einem spannenden Finale in Diez mit 3:1 nach Verlängerung.

Das Finale C/D entschied der VfL Bad Ems III (Trainer: Daniel Knoll) mit einem 1:0-Sieg gegen die TuS Hahnstätten II für sich.

Bezirksliga Ost:

Blickt man im Rückblick der Saison 18/19 auf die Vereine aus dem benachbarten Kreis, die überkreislich in der Bezirksliga Ost vertreten sind, so bleiben folgende Fakten festzuhalten:

Sowohl die neugegründete SG Arzbach/Nievern (Abschlussrang 7 / 71:59 Tore / 42 Punkte), um Coach Murat Saricicek, als auch die von Torsten Baier trainierte TuS Burgschwalbach (Abschlussrang 8 / 49:44 Tore / 42 Punkte) haben ihre Konkurrenzfähigkeit gegen die Teams aus dem Westerwald nachgewiesen und im Abschlusstableau einen einstelligen Mittelfeldplatz erzielt.

Schön, dass sich somit beide Vereine aus dem Rhein-Lahn-Kreis so gut geschlagen haben, die Klasse halten konnten und damit dem Einwand eines lokalen Redakteurs einer auflagenstarken Gazette in der Nachbarregion Lügen straften.

Hier war in einer Kolumne im Juli 2018 vom „notorisch eher unterbelichteten Rhein-Lahn-Kreis“ zu lesen -
dem konnten die Vereine ein deutliches Ausrufezeichen entgegensetzen.

Der TuS Burgschwalbach gelang es im Oktober 2018 sogar auf Rang 1 der BLO zu klettern, der Verein vom Märchenwald stellt darüber hinaus mit Julian Ohlemacher den Top-Torjäger der Bezirksliga mit 22 Saisontreffern.

Im kommenden Jahr wird der Rhein-Lahn-Kreis in der Bezirksliga Ost, dank dem Aufstieg der TuS Gückingen, sogar mit drei Vereinen vertreten sein. Notorisch unbelichtet sieht anders aus…

Kreisliga A Rhein/Lahn:

Im Kreisoberhaus gelang der bereits erwähnten TuS Gückingen die Meisterschaft. Die Elf vom Königstein erzielte 135 Treffer (bei 47 Gegentoren) und sammelte so überragende 75 Punkte und verwies die Konkurrenz auf die Plätze. Im Saisonverlauf kassierten die Schwarz-Gelben nur eine Niederlage – Respekt!

Bis zum vorletzten Spieltag lieferte sich das Döblitz-Team allerdings einen harten Zweikampf mit dem SG Osterspai/Kamp-Bornhofen (Abschlussrang 2 / 111:46 Tore / 71 Punkte). Die Gückinger kehren damit nach vier Jahren Abstinenz in die Bezirksliga Ost zurück.

Die Torjägerkanone sicherte sich dagegen Adrian Knop von der Zweitplatzierten SG vom Rhein, der sagenhafte 50-mal einnetzte.

Den bitteren Gang in die B-Klasse Rhein/Lahn muss die TuS aus Singhofen antreten. Der Verein um Trainer Steffen Richter belegte in der Endabrechnung mit 49:103 Toren und 13 Punkten Rang 16. Das Team von der Bäderstraße musste zu Rundenbeginn zahlreiche Abgänge von Leistungsträgern hinnehmen und konnte dies über die Saison hinweg nicht kompensieren.

Als Trostpflaster bleibt, dass man sich für die kommende Saison die Dienste vom B-Klasse-Goalgetter Adrian Kilp sicherte, der die SG Kaub/Patersberg (die sich auflöst) verlässt und somit einen neuen Anlauf in der B-Klasse nehmen kann.

Kreisliga B Rhein/Lahn:

Gleich zwei Aufsteiger ins Kreisoberhaus gibt es aus der B-Klasse Rhein/Lahn zu vermelden. Eine ebenfalls überragende Saison krönte die TuS Hahnstätten mit dem Aufstieg und der Rückkehr in die Kreisliga A Rhein/Lahn nach mehreren Jahren. Hahnstätten gelangen in 30 Spielen sensationelle 149 Tore (bei 34 Gegentreffern) und 76 Punkte. Kuriosum am Rande: In der Winterpause trennte sich das Team, auf Platz 1 liegend, von Trainer Wolf – so führten Denis Petak und Steffen Jung die Mannschaft aus der Aar-Metropole wieder in die Kreisliga A Rhein/Lahn.

Zur neuen Saison übernimmt Andreas Altenholf (Fachingen) das Zepter an der Aar. In die höchste Kreisspielklasse folgt der TuS Hahnstätten, die Reserve der neugegründete SG Arzbach/Nievern (Abschlussrang 2 / 123:41 Tore / 67 Punkte) mit Übungsleiter Thomas Herz, als Zweiter.

Blickt man auf die Torjägerliste, so traf Benedikt Raia vom FC Linde Berndroth mit 36 Treffern am häufigsten ins Netz der Gegner.

Als Absteiger müssen der FC Lahnstein 2006, um Coach Engin Demirci (Abschlussrang 15 / 47:156 Tore / 12 Punkte) sowie die SG Attenhausen/Gutenacker [Trainer: Stefan Neber], Abschlussrang 16 / 35:140 Tore / 11 Punkte,  künftig eine Klasse tiefer antreten. 

Die SG Kaub/Patersberg, als 14. der Endabrechnung sportlich ebenfalls abgestiegen, stellt dagegen für die Saison 2019/2020 gar kein Team mehr. Daraus folgte, dass es ein Relegationsspiel zur Kreisliga C Rhein/Lahn gab, welches der D-Ligist TuS Hahnstätten II gewann und damit den Doppelaufstieg an der Aar möglich machte.

Kreisliga C Rhein/Lahn:

Der VfL Altendiez, um Spielertrainer Oliver Kahl, korrigierte den letztjährigen Abstieg und sicherte sich mit 100:39 Toren sowie 58 Punkten Rang 1 in der Kreisliga C Rhein/Lahn und den damit verbundenen Aufstieg.

Als Zweiter folgt der Reserve der Altendiezer der SV Schwarz-Weiß Friedrichssegen um Coach Wolfgang Lauterbach (Abschlussrang 2 / 70:32 Tore / 51 Punkte) in die Kreisliga B Rhein/Lahn.

Auf Rang 1 der Torschützenliste der Kreisliga C Rhein/Lahn stehen mit Haxhi Gashi – der für die Reserve der TuS Gückingen 24 Tore erzielte sowie Marcel Willmeroth (VfL Altendiez II, ebenfalls 24 Buden) gleich zwei Kicker.

Aufgrund zahlreicher Abmeldungen anderer Vereine (so zog die SG Arzbach/Nievern ihre Mannschaft bereits in der Vorrunde aus dem Betrieb, die SG Kaub meldet keine Mannschaft mehr) muss nur die Reserve der TuS Nassau, als 15. der Endabrechnung (32:126 Tore / 4 Punkte) und der Niederlage im Relegationsspiel (0:4 vs. Hahnstätten II) den Gang in die Kreisliga D Rhein/Lahn antreten.

Kreisliga D Rhein/Lahn:

Der VfR Winden, um Meistertrainer Suat Algin, steigt als Tabellenerster mit 103:25 Toren und 62 Punkten, direkt auf. Der VFR stellt in Martin Moska mit 31 Treffern auch den Top-Torjäger der D-Klasse.

Im Relegationsspiel zur Kreisliga C konnte sich zudem die TuS Hahnstätten II, um Trainer Hertel, den Aufstieg sichern. Sie gewann gegen die TuS Nassau II (die damit aus der C-Klasse absteigt) mit 4:0!

In welcher Stärke sich die „Todesliga“ im kommenden Jahr präsentiert, steht noch in den Sternen, da zahlreiche Teams in den Überlegungen waren, (Reserve)-Teams zu melden oder eben nicht.

Als Favorit für die Runde 2019/2010 gelten ohne Zweifel die neu gegründeten Sportfreunde Bad Ems, die sich aus einem Großteil der ehemaligen Bezirksliga Spieler des VfL Bad Ems zusammensetzen. 

Weiterhin darf man gespannt sein, was sich im Nachbarkreis noch so tut – wir behalten es für Euch im Auge.