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Der flw24-Vorbericht zum 18. Spieltag: Herbstmeister war gestern

Welcher Herbstmeister fällt noch auf die Nase? Foto: Thorsten Wagner

Die Halbzeit-Meister der Saison 2016/2017 stehen fest. Aber: Ist dieser Titel etwas wert? Wir blicken darauf zurück, was aus den Herbstmeistern des letzten Jahres geworden ist. Hat es zum großen Wurf gereicht? Nicht bei allen, so viel sei verraten…

Hessenliga:

Rot-Weiß Hadamar gastiert am Wochenende beim FC Ederbergland. Die Rollen sind dabei klar verteilt, denn die Ederbergländer kämpfen gegen den Abstieg und konnten auch zuhause mit zehn Punkten aus neun Spielen nicht gerade glänzen, während die Fürstenstädter auswärts noch ungeschlagen sind und in der Auswärtstabelle den zweiten Platz belegen. Allerdings ließ der Gegner der Hadamarer im letzten Heimspiel durch ein fulminantes 5:0 gegen Viktoria Kelsterbach aufhorchen. Zum Thema Herbstmeister: Im letzten Jahr stand Rot-Weiß Frankfurt nach der ersten Saisonhälfte an der Spitze der Hessenliga, wurde aber in der Rückrunde noch von Teutonia Watzenborn-Steinberg abgefangen. In diesem Jahr deutet allerdings angesichts des großen Vorsprungs des SC Hessen Dreieich nichts auf eine Wachablösung an der Tabellenspitze an.

Verbandsliga:

In der Verbandsliga ist für den FC Dorndorf eigentlich nur ein dreifacher Punktgewinn von Wert, um sich endlich aus der Gefahrenzone zu befreien. Ein solcher ist das Ziel bei der Reise in den Frankfurter Stadtteil Schwanheim. Gelingt kein Sieg, wird es aller Voraussicht eine Niederlage setzen, denn die Schwanheimer sind das einzige Team der Liga, das bislang noch nie Unentschieden gespielt hat. Einen Dreier peilt auch der TuS Dietkirchen im Heimspiel gegen den VfB Wetter ein. Auswärts konnte der VfB erst zweimal über einen Sieg jubeln, während es sechs Mal mit einer Niederlage im Gepäck nach Hause ging. Die beiden Gegner unserer Verbandsligisten standen sich übrigens interessanterweise in der Vorwoche im direkten Duell gegenüber – hier behielt Schwanheim mit 4:1 die Oberhand.

Nach der Hälfte der letzten Saison stand Viktoria Kelsterbach an der Spitze und konnte diese auch bis zum Ende behaupten vor Ederbergland und dem SC Waldgirmes, der in der Rückrunde bärenstarke 43 von 48 möglichen Punkten holte, nachdem man in der Vorrunde nur auf 23 Punkte kam. Ebenjene Waldgirmeser haben ihre Form aus der vergangenen Rückrunde bestätigt und stehen jetzt mit acht Punkten Vorsprung auf Platz eins.

Gruppenliga:

Zweimal Kampf um den Aufstieg und zweimal Kampf gegen den Abstieg – die Gruppenliga liefert aus heimischer Sicht weiterhin ein Kontrastprogramm. Vorne haben sich der FC Waldbrunn und Rot-Weiß Hadamar II schon etwas von der Konkurrenz abgesetzt. Hadamar II ist im Heimspiel gegen Niederhöchstadt klar favorisiert, während sich der FC Waldbrunn beim SV Wiesbaden, der selbst noch Hoffnungen auf den Relegationsplatz hegt, ordentlich strecken muss. Die Aufgaben unserer Teams mit Abstiegssorgen sind sehr unterschiedlich: während der RSV Weyer zuhause gegen den SC Meso-Nassau Wiesbaden einen Heimsieg einfahren sollte, der hoffentlich den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz bedeutet, steht die personell gebeutelte SG Kirberg/Ohren/Nauheim vor dem schweren Gang nach Niedernhausen. Hoffnung macht, dass die Niedernhausener sich in der Fremde wohler fühlen und zuhause nur 11 ihrer 30 Punkte geholt haben.

Was die Herbstmeisterschaft des FC Waldbrunn wert ist, wird sich zeigen. Im letzten Jahr holte der Herbstmeister SV Zeilsheim am Ende auch souverän den Titel. Dabei lag der SV schon zur Saisonhalbzeit sechs Zähler vor dem ärgsten Verfolger, den er am Ende um sage und schreibe 16 Punkte distanzierte. Hut ab, sollte der FC Waldbrunn sich daran ein Beispiel nehmen.

Kreisoberliga:

Kein Beispiel nehmen sollte sich der Halbzeitmeister SG Merenberg am letztjährigen Herbstmeister SV Elz. Mit sechs Punkten Vorsprung in die Rückrunde gegangen, reichte es am Ende „nur“ zum Relegationsplatz hinter der SG Kirberg/Ohren/Nauheim. Dass die Merenberger noch abgefangen werden, ist freilich keineswegs ausgeschlossen, geht es doch in der Kreisoberliga ganz eng zu mit beinahe wöchentlich wechselndem Spitzenreiter. Am Wochenende müssen die Merenberger ihre Tabellenführung bei den Offheimer Bären verteidigen, gegen die es im Hinspiel nur zu einem Unentschieden reichte. Verfolger Obertiefenbach hat mit der SG Weinbachtal eine Mannschaft ähnlichen Kalibers vor der Brust, straucheln nicht ausgeschlossen. Der Dritte, RSV Würges, reist unterdessen zum Topspiel zum Tabellenvierten SV Elz. Auf Position fünf rangiert die SG Niedershausen/Obershausen, die ihre Siegesserie im Heimspiel gegen Waldernbach auf sieben Siege ausbauen will. Im Hinspiel erlebten die Kicker aus dem Kallenbachtal bei der 2:3-Niederlage allerdings eine böse Überraschung. Eine solche Überraschung würde dem TuS Waldernbach gut zu Gesicht stehen, um den Weg Richtung Nichtabstiegsplätze einzuschlagen. Diesen Weg möchte auch Schlusslicht Dauborn/Neesbach einschlagen, das die SG Heringen/Mensfelden zum Derby und Sechs-Punkte-Spiel erwartet. Die FSG hat nach dem 0:1 aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit dem Aufsteiger offen.

A-Liga:

Dank des besseren Torverhältnisses gegenüber der SG Oberlahn geht die TSG Oberbrechen auf Position eins in die Rückrunde. In der letzten Saison war der Zieleinlauf nach der Hinrunde exakt so wie nach der Rückrunde: Waldernbach auf eins, Heringen/Mensfelden auf zwei, Niederbrechen auf drei. Genauso könnte es dieses Jahr auch kommen, schaut man auf die sieben Punkte Vorsprung, die der drittplatzierte TuS Lindenholzhausen auf die weiteren Verfolger hat. Der erste der weiteren Verfolger ist der TuS Linter, der sich am Wochenende auf die Reise zum Topspiel in Oberbrechen macht. Die SG Oberlahn hat bei der SG Villmar/Aumenau auch eine hohe Hürde zu überspringen, genau wie der TuS Lindenholzhausen zuhause gegen die SG Wirbelau/Schupbach. Es könnte also etwas Bewegung in die vorderen Plätze kommen. Im Keller sollte Schlusslicht Hangenmeilingen/Niederzeuzheim tunlichst bei der SG Nord gewinnen, um selbst die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zu nähren und den Gegner mit in den Abstiegsschlamassel zu ziehen. Der SC Dombach und die SG Weilmünster/Laubuseschbach treffen derweil im direkten Abstiegsduell aufeinander.

B-Liga:

In der B-Liga gleicht das Tabellenbild sehr stark dem Tabellenbild nach der Hinrunde der letzten Saison: Damals hatte Tabellenführer Linter 43 Punkte gesammelt und die Verfolger Hangenmeilingen/Niederzeuzheim und Selters II 39 und 38 Punkte. Diesmal steht der SV Thalheim mit 41 Punkten an der Spitze und die Verfolger Gräveneck/Seelbach/Falkenbach und Dorndorf II haben ebenfalls 39 und 38 Punkte geholt. Ob der SV Thalheim von der Spitze weg eine ähnlich fulminante Rückrunde spielt wie letztes Jahr der TuS Linter (mit 47 von 51 Punkten)? Zuzutrauen ist es dem Aufsteiger, der am Wochenende gleich eine knifflige Aufgabe zu lösen hat, wenn die formstarke Selterser Reserve nach Thalheim kommt. Gräveneck/Seelbach/Falkenbach sollte zuhause gegen Limburg 07 II keine Punkte liegen lassen, wohingegen Dorndorf II beim TuS Drommershausen vor einer denkbar unangenehmen Aufgabe steht. Kein Selbstläufer wird auch die Partie des Vierten, SV Bad Camberg, bei der SG Kirberg/Ohren/Nauheim II. Schlusslicht Gaudernbach/Hasselbach muss im Heimspiel gegen Niederbrechen II dringend punkten, um bis zum Winter nicht schon entscheidend zurückzuliegen.

C I:

Was letztes Jahr der SV Thalheim war, der mit 43 von 45 möglichen Punkten die Hinrunde beendete, ist in dieser Spielzeit der FC Steinbach, der sogar die kompletten 45 Punkte einsammeln konnte. Das Ergebnis des letzten Jahres ist bekannt: der SV Thalheim stieg souverän auf und schickt sich an, den Durchmarsch in die A-Liga zu schaffen. Für den FC Steinbach sollte am Wochenende zuhause gegen Münster Sieg Nummer 16 Formsache sein. Verfolger Wilsenroth hat da beim fünftplatzierten FSV Würges schon eine bedeutend härtere Nuss zu knacken. Auch im Duell FV Weilburg gegen TuS Haintchen stehen sich zwei Aufstiegsaspiranten gegenüber, während die auf Rang drei liegende FSG Runkel mit der SG Weiltal kurzen Prozess machen sollte. 

C II:

Die letzte Saison in der C II war geprägt vom Dauerduell des SV Rot-Weiß Hadamar III und der SG Weinbachtal II. Am Ende stieg Herbstmeister Hadamar III auch als Erster auf, Weinbachtal schaffte als Zweiter den Sprung in die B-Liga. Diese Saison haben es sich die SG Heringen/Mensfelden II und die SG Niedershausen/Obershausen II gemeinsam an der Tabellenspitze ein gutes Stück vor den restlichen Mannschaften bequem gemacht. Am Wochenende hängen die Trauben für beide Teams hoch: Spitzenreiter Heringen/Mensfelden gastiert im Derby-Topspiel bei der drittplatzierten FSG Dauborn/Neesbach II und Verfolger Niedershausen/Obershausen empfängt den SV Arfurt, der selbst Ansprüche auf einen der ersten fünf Plätze anmeldet. Der SV Mengerskirchen auf Rang vier hat spielfrei, der SV Elz auf fünf steht zuhause gegen den SV Bad Camberg II vor einer machbaren Aufgabe.

C III:

Eine ganz enge Kiste war das Aufstiegsrennen in der C III in der letzten Saison. Den Herbstmeistertitel schnappte sich die SG Wirbelau/Schupbach II, die von Limburg 07 II in der Endabrechnung noch abgefangen wurde. In diesem Jahr präsentiert sich Herbstmeister Linter II sehr dominant und sollte den Aufstieg angesichts von fünf Aufsteigern und einem Vorsprung von 16 Punkten auf den ersten Nichtaufstiegsplatz schon so gut wie sicher haben. Daran würde auch eine Niederlage im Topspiel bei der zweitplatzierten TSG Oberbrechen II nichts ändern. Der Tus Lindenholzhausen, momentan Dritter, empfängt die SG Wirbelau/Schupbach II, die zum Siegen verdammt ist, will sie noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen. Ein weiteres Topspiel steigt bei der SG Villmar/Aumenau II, die im Duell Fünfter gegen Vierter mit der SG Oberlahn II die Klingen kreuzt.