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Nachbericht / Vorbericht der EM-Gruppen A und B

Nachbericht zur EM Gruppe A


Eröffnungsspiel:

Türkei – Italien (Gruppe A)

Mit einem Jahr Verspätung erfolgte am Freitag, 11.06.2021 um 21 Uhr das Eröffnungsspiel Türkei gegen Italien. Somit durften wir wieder etwas EM-Luft schnuppern. Ein Fußballspiel mit Zuschauern – irgendwie noch fremd – aber auch sehr schön.
Zwar wurde Italien als „Gast“ auf dem Spielplan geführt, aber für die Italiener war es ein klares Heimspiel im heimischen Olympiastadion in Rom. Mit 25 % Stadionauslastung (15.948 Zuschauer) entwickelte sich schnell eine tolle Atmosphäre für alle Beteiligten.

Die Italiener starteten dominant und kamen zu einigen Torabschlüssen, die allerdings noch nichts Zählbares erbrachten. Das türkische Team von Trainer Günes beschränkte sich in der Anfangsphase eher auf die Defensive. Insgesamt konnte man aber feststellen, dass es in der ersten Hälfte doch ein typisches Eröffnungsspiel war – etwas Nervosität und nichts Zwingendes auf beiden Seiten. Drei umstrittene Spielszenen gab es allerdings doch in der 1. Halbzeit – denn hier kam es zu drei Aktionen, bei denen die Italiener und ihre Fans sicherlich mindestens einen Elfmeter gesehen hatten. Dem war aber nicht so und die Pfeife des Schiedsrichter Danny Makkelie blieb stumm. Außer einem schönen und wuchtigen Kopfball von Chiellini gab es bis zur Halbzeit nichts Sehenswertes. Torchancen für die Türkei – absolute Fehlanzeige. Die Torschussstatistik bis zur Halbzeit lautete 14:0 für die Squadra Azzura.

Nach der Pause nichts Neues. Italien weiterhin drückend, die Türkei in der Offensive zu harmlos. So kam es wie es kommen musste. In der 53. Minute gingen die Italiener mit 1:0 in Führung. Torschütze und Pechvogel in einer Person war Merih Demiral durch ein Eigentor mit der Brust. Italien blieb aber weiterhin dran und erhöht den Druck. Logische Konsequenz war das 2:0 durch Ciro Immobile in der 66. Spielminute. Immobile schaltete am schnellsten und konnte so einen Abpraller verwerten.
Italien nahm nach der zwei Tore Führung erstmal das Tempo etwas raus und verwaltete dieses Ergebnis aus einer sicheren Abwehr heraus.
Ein verunglückter Abschlag des türkischen Torwart Cakir brachte dann die Entscheidung. Durch dieses Malheur erhöhte Italien - durch eine schnelle Kombination - auf 3:0. Der Deckel war nun endgültig drauf. In der 90. Minute erhielt die Türkei nochmal eine sehr gute Chance – die beste des Spiels. Çalhanoğlu steckte nach links in den Strafraum zu Yılmaz durch, der aus spitzem Winkel den Abschluss suchte. Doch Chiellini war per Grätsche zur Stelle und konnte den Versuch abblocken. Danach war Schluss.

Italien gewinnt verdient das Eröffnungsspiel gegen die Türkei und sichert sich die ersten drei Punkte in der Gruppe A. Die Türkei gerät dadurch schon direkt etwas ins Hintertreffen und muss in den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen mächtig Gas geben.

 

 Statistik 
TÜRKEI ITALIEN
0Tore3
3Torschüsse24
360gespielte Pässe616
282angekommene Pässe536
78Fehlpässe80
78Passquote %87
37Ballbesitz %63
51Zweikampfquote %49
10Foul gespielt8
8gefoult worden10
2Abseits4
2Ecken4
   

 

Wales – Schweiz (Gruppe A)

Das zweite Gruppenspiel wurde von Wales und der Schweiz bestritten. Hier kam es am Samstag, 12.06.2021 zu einem Duell auf Augenhöhe. Wales, bei der letzten EM noch Halbfinalist, erwartete die Eidgenossen, die mit einigen (ehemaligen) Bundesligaprofis gespickt waren. Die Schweiz hatte laut den Buchmachern leicht die Nase vorn, was sich in der Anfangsphase auch bestätigte. Zwar erarbeitete sich Wales im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit auch ein paar Chancen, etwas Hochkarätiges war es allerdings nicht. Die Schweiz drückte zur Pause hin mehr aufs Tempo und übernahm wieder die Initiative – ein Tor sollte aber trotzdem nicht gelingen. So kam es, dass die Akteure des zweiten Spiels auch hier mit 0:0 in die Pausenkabine gingen. Nach einem eher ausgeglichenen Start übernahmen die Eidgenossen Mitte der 2. Hälfte doch immer mehr das Kommando und konnten die Waliser immer mehr in der eigenen Hälfte einschnüren. Daraus resultierten einige Standardsituationen für die Schweiz, welche aber ohne Erfolg blieben. Große Torgelegenheiten waren Fehlanzeige. Die Schweiz machte zwar das Spiel, jedoch fehlte es an Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft im entscheidenden Moment. Wales war eher passiver Spielbegleiter.

In der 49. Spielminute war es dann aber soweit. Die Schweizer durften den ersten Treffer bei der EM bejubeln. Dem Tor vorausgegangen war eine schöne Aktion von Seferovic und Embolo. Durch einen guten und gelungenen Pass von Seferovic setzte sich Embolo gegen zwei Gegenspieler durch und zog aus ca. 16 Metern ab, der Schuss konnte aber vom Schlussmann Ward noch zur Ecke geklärt werden. Dann ist es aber soweit. Embolo belohnt sich und trifft direkt im Anschluss! Der Gladbacher ist nach einem Eckball von Shaqiri im Luftkampf cleverer als Roberts und nickt aus kurzer Distanz ein! Erleichterung bei den Eidgenossen, die sich die Führung verdient haben. Dieser Treffer hatte den jungen Spieler von Gladbach beflügelt, denn dieser ist durch das Tor richtig in Fahrt gekommen und zeigte weiter tolle Aktionen. Nun scheinen die Jungs aus Wales auch endlich wach geworden zu sein und es entwickelte sich ein etwas besseres Fußballspiel als noch in den ersten 45 Minuten. Wales warf zwar etwas mehr in die Waagschale, aber zwingende Aktionen entstanden dadurch trotzdem kaum. Wie es aber manchmal so kommt, steht es durch eine Standardsituation plötzlich 1:1. Eine kurz ausgeführte Ecke . . . Moore stiehlt sich dort frei und versenkt per Kopf in die lange Ecke. Nun kam Wales etwas besser ins Spiel und setzte sich teilweise immer wieder in der Hälfte des Gegners fest. In der 85. Minute des Spiels traf Gavranovic mit seinem ersten Ballkontakt für die Eidgenossen – der Treffer wurde aber vom VAR zurückgenommen, da es sich hier um eine Abseitsposition handelte – Pech gehabt. In den letzten Spielminuten entwickelte sich ein wahres Powerplay der Schweiz. Tore fallen aber nicht mehr. Es bleibt beim 1:1.

Nach 90 hart umkämpften Minuten ist die Schweiz sichtlich enttäuscht und mit dem einen Punkt nicht zufrieden, da man doch über weite Strecken das Spiel bestimmte. Nach dem Treffer zum 1:0 für die Schweiz blieb das Team zu passiv und schaltete wohl zu früh in den Verwaltungsmodus – die Folge war das eher überraschende 1:1. Wales erkämpft sich einen Punkt, während die Schweiz zwei Punkte liegen lässt.

 

 Statistik 
WALES SCHWEIZ
1Tore1
9Torschüsse18
283gespielte Pässe519
232angekommene Pässe458
51Fehlpässe61
82Passquote %88
36Ballbesitz %64
45Zweikampfquote %55
6Foul gespielt9
9gefoult worden6
0Abseits4
4Ecken12
   

 

VORBERICHT GRUPPE A

Am heutigen Mittwoch starten die ersten Spiele des 2. Spieltags. Italien wurde in seinem ersten Spiel seiner Favoritenrolle gerecht. Um 18 Uhr geht es allerdings erstmal mit der Partie der Türkei gegen Wales los. Die Türkei ist hier allerdings mehr unter Druck, da man gegen die Italiener nur wenig ausrichten konnte. Man ging kläglich mit 0:3 unter. Gegen Wales, die sicherlich etwas schwächer aufgestellt sind, soll es nun zum ersten Dreier kommen. Der Gegner aus Wales dürfte aber sicherlich einiges dagegen haben, denn mit einem 1:1 aus dem ersten Spiel gegen die Schweiz rechnete man sich doch mehr aus und möchte als Gruppenzweiter weiterkommen. Dazu benötigt man aber weitere Punkte.

Italien trifft am Abendspiel um 21:00 Uhr in Rom auf die Eidgenossen, die ihr erstes Gruppenspiel gegen Wales nicht gewinnen konnten. Nun ist man dazu verdammt zu liefern. Gegen die Defensivkünstler aus Italien dürfte das allerding sehr schwer werden, zumal die Italiener auf jeden Fall mit einem weiteren Dreier den Gruppensieg anpeilen. Die Squadra Azzurra ist mit dem 3:0 Erfolg gegen die Türkei bereits seit 28 Länderspielen in Folge ungeschlagen. Gegen die Schweizer soll die Erfolgsserie fortgesetzt werden. Für den Gastgeber spricht zudem die sensationelle Kader-Tiefe. Roberto Mancini hat nicht nur eine starke Startelf. Er kann von der Bank jederzeit Weltklasse einwechseln. Außerdem hat man in Rom wieder ein Heimspiel. Trotzdem wird es auch hier kein Selbstläufer werden. Für Spannung und gute Unterhaltung ist sicherlich an diesem tollen Fußballabend gesorgt.

 

Nachbericht zur EM Gruppe B

Dänemark – Finnland (Gruppe B)

Was sich bei diesem Spiel kurz vor der Halbzeitpause abspielte bleibt wohl jedem in Erinnerung - aber dazu später mehr.
Die Dänen starteten ihr erstes Gruppenspiel als Heimspiel in Kopenhagen gegen den Debütanten und skandinavischen Nachbarn aus Finnland. Die Truppe von Trainer Kasper Hjulmand (ehemals im Dienst von Mainz 05) ging mit breiter Brust in diese Partie, denn zuletzt wurden einige gute Resultate erzielt – nicht zuletzt auch aufgrund des gelungenen Tests gegen das DFB-Team sowie beim 2:0 Erfolg gegen Bosnien. Für den Neuling aus Finnland war es das erste EM-Spiel seit Gründung des Verbands. Verstecken wollte man sich deswegen aber trotzdem nicht. Die Vorfreude war sicherlich riesig beim finnischen Team. Der Druck lag eindeutig bei den Dänen, den alles andere als ein Pflichtsieg wäre eine peinliche Sache. Rund 16.000 Zuschauer durften dieses Spiel in Kopenhagen verfolgen – zum größten Teil natürlich eigene Fans aus Dänemark. Die Dänen kamen gut ins Spiel und konnten in den ersten Minuten bereits einige gute Aktionen starten. Diese Gelegenheiten wurden aber durch den uns bekannten Torhüter Hradecky sehr gut pariert. Die Europameister von 1992 schnürten die Finnen regelrecht in der eigenen Hälfte ein und es war nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde. Einfach machten es die Finnen den Dänen aber nicht, denn die kompakte Fünferkette stellte sich als fast unüberwindbar heraus. Von den Finnen kam aber erwartungsgemäß wenig. Lediglich einige Entlastungsangriffe bzw. kurze Ballbesitzmomente lassen der finnischen Abwehr etwas Luft zum Durchatmen. Die „Uhus“ fallen bis kurz vor der Pause lediglich durch sehr viele Verletzungsunterbrechungen auf. Dadurch kam der Spielfluss der Dänen immer wieder ins Stocken.

Der SCHOCK dann in der 43. Spielminute. Als sich Eriksen zum Einwurf anbieten wollte, bricht dieser plötzlich - ohne Fremdeinwirkung - in der finnischen Hälfte zusammen. Schnell wird klar, dass hier ist ernst und lebensbedrohlich. Die Teamkollegen von Eriksen stellen sich im Kreis um Erikson und das Behandlungsteam – einige kämpfen mit den Tränen. Nach einer scheinbar endlos langen Zeit wird Christian Eriksen in den Innenbereich des Stadions gebracht. Es folgt eine Zeit der Stille und Ungewissheit. Die UEFA vermeldet danach eine Spielunterbrechung. Einige Zeit später geben die behandelnden Ärzte einen kleinen Hoffnungsschimmer und zeigen den Daumen nach oben. Nach der Information, dass sich der Zustand von Eriksen stabilisiert hat, entscheidet die UEFA, dass es nun doch weiter gehen soll und es zu einer Spielfortsetzung kommt. Gegen 20:30 Uhr erfolgt die Wiederaufnahme der zuvor abgebrochenen Hälfte. Hier sitzt der Schock immer noch tief, aber die Dänen schnüren die Finnen direkt wieder in der eigenen Hälfte ein.

Nach einer fünfminütigen Pause geht es direkt wieder weiter. Hier spielt weiterhin nur ein Team nach vorne – und das ist Dänemark. Kleinere aufkeimende Kontergelegenheiten der Finnen werden direkt von den Dänen unterbunden.

Dann die völlige Überraschung im Spiel. Unglaublich, aber wahr - der Außenseiter geht mit der ersten Offensivaktion in Führung. Uronen wird auf der linken Seite komplett alleine gelassen und darf sich die Kugel vor dem linken Strafraumeck vorlegen und flanken. Pohjanpalo verwertet die butterweiche Flanke aus dem Rückraum seines Gegenspielers heraus mit einem wuchtigen Kopfball – er wirft sich komplett in diesen hinein. Der Kopfball aus acht Metern ist zwar sehr zentral, durch die Härte aber für Schmeichel, der die Murmel ins eigene Netz lenkt, nicht kontrollierbar. Das Schussverhältnis von 18:1 spricht zwar bis zu diesem Zeitpunkt klar für die Dänen – aber das Ergebnis lautet trotzdem 0:1.

Finnland mauert nun was das Zeug hält – erhält aber in der 73. Minute einen Strafstoß gegen sich – nachdem Poulsen von Arajuuri am Knie touchiert wurde. Etwas fragwürdig, aber der Strafstoß wird gegeben. Højbjerg läuft an und schiebt den Ball fast ängstlich flach und schwach halbrechts auf das Tor. Hrádecký taucht ab und hält den Ball sogar fest. Unglaublich schwache Ausführung. In der Kreisklasse wäre man dafür ausgewechselt worden.

Es ist und bleibt ein Spiel auf ein Tor – aber ohne Erfolg die das dänische Team. Irgendwie fehlt den Dänen - nach der Eriksen-Unterbrechung - die Leichtfüßigkeit und Lockerheit um dieses Spiel doch noch zu drehen.

Trotz mehrerer Versuche in den letzten Minuten gelingt es den Dänen nicht mehr den ausgleichenden Treffer zu erzielen. So kommt es zur ersten kleinen Sensation bei dieser EM.
Finnland schlägt Dänemark völlig überraschend mit 1:0 – wer hätte das vor dem Spiel gedacht und darauf getippt – wohl niemand.

Das ist an diesem Tag aber eher nebensächlich, denn die wichtigste Nachricht des Tages ist wohl, dass es Eriksen nach seinem Kollaps offenbar wieder etwas besser geht und der Zustand sich stabilisiert hat. Das Sportliche trat heute eher in den Hintergrund.

 

 Statistik 
DÄNEMARK FINNLAND
0Tore1
22Torschüsse1
633gespielte Pässe283
540angekommene Pässe192
93Fehlpässe91
85Passquote %68
70Ballbesitz %30
53Zweikampfquote %47
11Foul gespielt12
12gefoult worden9
0Abseits1
9Ecken0
   

 

Belgien – Russland (Gruppe B)

Als Favorit geht Belgien in dieses erste EM-Spiel. Zuletzt konnte das Team aus Belgien einen sehr guten 3. Platz bei der WM 2018 erzielen und steht auf FIFA Ranglistenplatz 1. Mit Russland kam ein Gegner, den die Belgier bereits in der Quali zweimal deutlich mit 3:1 und 4:1 bezwingen konnten – doch die Karten werden wieder neu gemischt. Belgien traditionell im roten Dress, Russland in feinen weißen Jerseys. Da das Spiel in St. Petersburg stattfand, war der Heimvorteil sehr schnell ausgemacht, doch das beeindruckte die Belgier relativ wenig. Russland eher tief stehend, Belgien dagegen mit vollem Offensivdrang. Als Russland gerade etwas auftaut, setzte Romelu Lukaku den ersten Nadelstich und erzielte, nach einer unglücklichen Abwehraktion von Semyonov, aus 11 Metern das 1:0 für die „roten Teufel“ – da waren gerade mal 10 Minuten gespielt. Russland schüttelte diese eiskalte Dusche schnell ab und kam auch immer wieder zu guten Aktionen – aber ohne den entscheidenden Erfolg. Belgien hielt aber auch gut dagegen und drängte auf den zweiten Treffer. Nach einer weiteren Druckphase der Belgier und einem Fehler des russischen Keepers entsteht das 2:0 durch Thomas Meunier – ein klassischer Abstauber, da ihm der Ball direkt vor die Füße fällt. Der Favorit ist nun richtig auf Kurs. Russland kommt somit richtig ins schwimmen und versucht sich in die Pause zu retten.
Kurz vor der Pause muss sogar der VAR eingreifen – nach dem Einsteigen von Zhirkov geht Meunier zu Boden – kurze Überprüfung . . . kein Strafstoß. Alles korrekt !!!

Nach der Pause peilt Russland den Anschlusstreffer an und wirft einiges nach vorne, aber die Offensivbemühungen der Russen verpuffen am Defensivverband der Belgier. Es hat den Anschein, als würde Belgien die Partie locker verwalten und wäre jederzeit bereit, wieder einen Gang nach oben zu schalten. Die Partie plätschert so vor sich hin. Der eine kann nicht, der andere möchte wohl nicht bzw. gibt sich mit dem 2:0 erstmal zufrieden. Bis zur 88. Minute passiert relativ wenig auf beiden Seiten. Doch dann ist es wieder Romelu Lukaku, der erneut sticht und seinen Doppelpack schnürt. Der Belgier rennt Semyonov nach einem Steilpass von Meunier chancenlos davon und knallt den Ball von rechts aus elf Metern unhaltbar in die kurze Ecke. So bleibt es dann auch in dieser Partie.
Der Titelanwärter schlägt Russland verdient mit 3:0 und kann einen Einstand nach Maß feiern. Wenn man bedenkt, dass hier noch mit Kevin De Bruyne ein absoluter Topspieler fehlte, kann man sich ausrechnen, wie stark das Team ist und welche Qualität es besitzt.

 

 Statistik 
BELGIEN RUSSLAND
3Tore0
9Torschüsse5
721gespielte Pässe354
647angekommene Pässe263
74Fehlpässe91
90Passquote %74
66Ballbesitz %34
52Zweikampfquote %48
9Foul gespielt11
10gefoult worden8
0Abseits4
2Ecken4
   

 

VORBERICHT GRUPPE B

Und weiter geht es auch in der Gruppe B. Am heutigen Mittwoch und am darauffolgenden Donnerstag findet in der EM-Gruppe B der zweite Spieltag statt. Bereits um 15 Uhr treten die Mannschaften von Finnland und Russland gegeneinander an. Mit jeweils drei Punkten grüßen Belgien und Finnland auf den beiden ersten Plätzen. Die Finnen konnten - für viele doch sehr überraschend - gegen Dänemark gewinnen. Das erste Mal bei einer EM dabei und direkt ein Sieg im Auftaktspiel. Das dürfte das Team von Trainer Markku Kanerva doch sehr beflügeln und ihnen Mut geben. Den braucht das Team auch, denn mit Russland steht eine Mannschaft auf dem Spielplan, die ihr erstes Gruppenspiel gegen den Topfavoriten aus Belgien in der Gruppe mit 0:3 verlor und hier sicherlich nicht verfrüht durch eine weitere Niederlage abreisen möchte. Russland ist daher doch sehr in Zugzwang. Die kämpferischen Finnen dürften unserer Meinung nach ein Unentschieden ergattern. Russland war in seinem ersten Spiel zu harmlos in der Offensive und hinten doch sehr schwach und anfällig.

Einen Tag später – am Donnerstag – wollen die Dänen um 18 Uhr gegen Belgien nun ihre ersten EM-Punkte einsammeln. Das Team aus Dänemark hat ein Horrorspiel hinter sich und wird auch in der zweiten Partie den Kopf noch nicht gänzlich frei davon haben. Dass die Mannschaft der Dänen es schaffen kann, konnte man im „schwierigen und dramatischen“ Spiel feststellen. Hier wartet mit Belgien aber ein echtes Schwergewicht. Belgien möchte sich bereits frühzeitig ein Weiterkommen sichern und hier wieder auf Sieg spielen. Wenn Dänemark allerdings alles reinwirft was möglich ist und hinten sicher steht, könnte es auch für die favorisierten Belgier am Ende schwer werden.