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16.03.2016
Kategorie: Kolumnen, Aktuelles, flw24 intern, Thomas Zampach, TopNews
Von: flw24 von Thomas Zampach

„Ausreden sind der letzte Notausgang vor dem Ziel“

Die Kolumne von Ex-Profi Thomas Zampach

flw24-Kolumnist Thomas Zampach (Foto: privat)

Hallo liebe flw24-Leser, 

Ihr habt lange nichts mehr von mir gehört. Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins Jahr 2016 gestartet!

Zweieinhalb Monate sind nun schon rum im neuen Jahr – Zeit, die ersten Wochen des Jahres schon einmal Revue passieren zu lassen und nachzufragen, ob man das, was man sich vorgenommen hat, auch verwirklicht hat. Was hat Euch das neue Jahr bis jetzt gebracht? Wer hat seine guten Vorsätze noch im Auge und wer hat sie schon gebrochen?

Ziele nicht aus den Augen verlieren

Um sein Ziel zu erreichen, muss man seinen Fokus manchmal vielleicht wieder neu ausrichten. Man kann etwa durch Verletzungen, durch Zeitmangel oder andere Dinge zurückgeworfen werden, aber man darf nicht den Fokus und sein Ziel aus den Augen verlieren. Es ist so, wie wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Da kann auch mal eine Straße steiler, kurviger oder sogar gesperrt sein, aber dann bleibt man auch nicht einfach stehen und steigt aus, oder? Man fährt die Umleitung und kommt wieder auf den richtigen Weg zurück. Was hat das mit Fußball zu tun? Ich vergleiche es mit dem Abstiegskampf, wo sich derzeit leider alle unsere hessischen Erst-, Zweit und Drittligisten befinden. Die Straße führt nach unten, aber es ist keine Einbahnstraße, denn mit der Fokussierung auf sein Ziel und der Bündelung aller Kräfte kann man aus dieser Talsohle wieder herauskommen. 

Wie??? 

Ich spielte insgesamt fünf Jahre bei Mainz 05 und mit Eintracht Frankfurt zwei Jahre in der Bundesliga gegen den Abstieg. Dabei habe ich es tatsächlich geschafft, nie abzusteigen :). Ich hoffe natürlich, dass unsere vier hessischen Clubs Eintracht, Darmstadt, FSV und Wehen Wiesbaden die richtigen Entscheidungen treffen und den Klassenerhalt schaffen. Jetzt aus weiter Entfernung kann ich sagen, dass jeder Trainer seine eigene Art hat, mit einer solch schwierigen Situation für Mannschaft und Verein umzugehen. Der eine setzt auf das Team und wird nicht viel ändern. Der andere bastelt allwöchentlich an der Aufstellung rum, wieder ein anderer ändert die Vorbereitung auf das nächste Spiel oder alles was es sonst noch außen herum zu ändern gibt. Viele trainieren härter, andere trainieren mit weniger Power und nehmen Gas raus, damit die Spieler die Frische am Wochenende haben. Manche lassen die Mannschaft zu Hause schlafen, andere bevorzugen die Abschottung in einem Hotel. Das sind alles Möglichkeiten, die die Trainer und ihr Team in solchen Situationen bedenken. Bei dem einen Team klappt es, bei dem anderen Team nicht. 

Wann wurde falsch abgebogen? 

Aber die Frage ist doch eigentlich, warum es in die falsche Richtung läuft? Warum der Erfolg ausbleibt, obwohl das Team nahezu dasselbe ist? Hat sich die Einstellung der Spieler vielleicht verändert? Wo sind Trainer oder Spieler falsch abgebogen? Wenn es soweit kommt, wird von Vereinsseite meist die Handbremse gezogen und nicht selten muss dann der Trainer den Mannschaftsbus verlassen, weil es ganz schlichtweg am einfachsten ist den Trainer zu entlassen.

Vielleicht sollten sich aber vielmehr die Spieler selbst hinterfragen, was jeder tun kann, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen? Kann jeder Spieler von sich behaupten, dass er wirklich zu 100% auf das nächste Training und Spiel fokussiert ist? Ein Trainer stellt das Team nach bestem Wissen und Gewissen auf. Darunter fallen natürlich auch die Leistungen in den Trainingseinheiten oder taktische Überlegungen.

ABER: Auf dem Platz stehen die Spieler und die haben da VERDAMMT nochmal die VERANTWORTUNG für den richtigen Pass, den gewonnenen Zweikampf und den erfolgreichen Torschuss. Die SPIELER müssen dafür sorgen, als SIEGER vom Platz zu gehen! Und sie dürfen sich meines Erachtens nicht hinter dem Trainer verstecken, wenn es nicht läuft. Jeder Spieler hat selbst das Steuer in der Hand und bestimmt so den Weg, wo es für ihn und seine Mannschaft hingeht – sprich, ob das Team die Klasse hält oder zukünftig eine Liga tiefer spielt.  

Fokus auf sich selbst legen

So ähnlich ist es auch mit den Zielen, die wir uns am Jahresanfang gesteckt haben. Wenn wir sie nicht erreichen oder irgendwie aus den Augen verloren haben, dann suchen wir die Schuld schlichtweg woanders. Ich kann euch nur eines mit auf dem Weg geben: Ausreden sind der letzte Notausgang vor dem Ziel! Verlierer suchen die Schuld beim Schiedsrichter, dem Ball, den Zuschauern, bei wem auch immer, aber meist nicht bei sich selbst! Gewinner hingegen richten den Fokus auf sich und den richtigen Lösungsweg.

Hoffe, ich konnte euch ein bisschen helfen, den Fokus wieder zu finden!

Euer Zampe