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09.10.2018
Kategorie: Interviews, Aktuelles, TopNews
Von: flw24 von Timm Henecker

Der RSV Würges II ist zurück – wie Phönix aus der Asche!


Ingo Hörning, Trainer vom RSV Würges II. Foto: Thorsten Wagner

Der RSV Würges gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Traditionsvereinen im flw-Land. Nach nunmehr sechsjähriger Abstinenz hat der Verein aus dem Goldenen Grund in diesem Jahr (endlich) wieder eine zweite Mannschaft gemeldet. Und diese sorgt in ihrer ersten Saison in der Kreisliga CII auch gleich wieder für sportliche Furore. In den ersten sechs Partien sammelte die „Werjeser-Reserve“ die vollen 18 Punkte ein und wies ein phänomenales Torverhältnis von 42:5 Toren auf. Danach geriet der Offensiv-Motor der Roten etwas ins Stottern und die ersten Niederlagen folgten. Nichtsdestotrotz spielt der wiederbelebte RSV ganz oben mit in der CII und steht aktuell mit 25 Zählern nach 11 Partien auf dem dritten Tabellenplatz. Wir haben mit dem RSV-Tausendsassa und Reserve-Coach, Ingo Hörning, über die „Reanimation“ und gegenwärtige Entwicklung des RSV Würges II gesprochen. 

flw24: Hallo Ingo, wie kam es dazu, dass Ihr Euch im Verein nach sechs Jahren wieder zur Meldung einer zweiten Mannschaft entschlossen habt? Wer oder was waren dabei die "treibenden Kräfte"?

Ingo Hörning: Von dem Tag an, an dem wir im Juni 2012 die zweite Mannschaft aus dem Spielbetrieb nehmen mussten, weil wir mit der ersten Mannschaft von der Verbandsliga freiwillig in die Kreisoberliga gegangen sind, war es innerhalb des Vereins bei sehr vielen Leuten immer im Gespräch und in der Diskussion, wann und wie wir schnellst möglich wieder eine Reserve an den Start bekommen. Ein Großteil der in unserem Verein aktuell in diversen Funktionen (Vorstand, Jungendausschuss, Wirtschaftsausschuss, usw.) tätigen Personen, sind „Kinder“ der zweiten Mannschaft, ich auch.

„Viele Personen waren die treibenden Kräfte“

Jeder weiß bei uns, wie wichtig es ist, einen Unterbau zu haben. Das fängt natürlich bei einer guten Jugendarbeit an, und natürlich braucht man dann auch eine zweite Mannschaft, in der junge Fußballer Woche für Woche Spielpraxis bekommen. Stefan Kunz hat mal vor ein paar Monaten in einem Interview im Sportschau Club gesagt, dass er seinen U21 Spielern immer wieder sagt: „Jungs, schaut nicht so sehr auf die finanziellen Rahmenbedingungen, sondern schaut, dass Ihr einen Verein findet, bei dem ihr regelmäßig spielt.“ Zurück zur Frage, wer die treibende Kraft war, diese Frage können wir nur so beantworten, es waren ganz viele Personen im RSV.

flw24: Wie und wo habt Ihr die Spieler für die Zweite rekrutiert und wie sind die Aufgaben beim Team genau verteilt?

Ingo Hörning: In dieser Saison war es endlich soweit, dass wir aus unser U19 vom VFJ Hünstetten/Würges, die ich die letzten vier Jahre betreut habe, schon mal 5 Spieler mit dem Stammverein RSV in den Seniorenbereich übernehmen konnten, das war schon einmal eine Basis. Hinzu kommen dann noch ein paar Spieler, die ich in den Jahren zuvor in der U19 betreut habe, die bei Ihren Vereinen im Seniorenbereich in den letzten Spieljahren nicht regelmäßig zum Zuge kamen. Dann konnten wir auch noch ein paar junge Spieler reaktivieren, die nach der Jugend beim VFJ im Seniorenbereich nicht mehr aktiv waren. Und auch mein Co-Spielertrainer Benedikt Zwiener hat aus seinem Umfeld dann noch ein paar Spieler für den RSV begeistern können.

„Die alten Recken stehen Gewehr bei Fuß“

Vergessen dürfen wir natürlich nicht unsere „alten Recken“ wie Heiko Brands, Krisztian Szekely, Markus Diehl oder Lutz Becker, und noch einige andere Spieler aus der RSV-Soma, die aktuell Gewehr bei Fuß stehen und das Team unterstützen. Die Mannschaft wird sportlich von mir und von Benni betreut, wir planen und organisieren das Training und sind natürlich auch an den Spieltagen für die Jungs als Trainerteam zuständig. Benni hat sich allerdings im Spiel gegen den RSV Weyer III vor einigen Wochen eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen, er ist nun leider für die nächsten Monate, was den Trainings- und Spielbetrieb betrifft, erst mal auf Eis gelegt.

flw24: Welche Ziele hattet Ihr Euch vor der Saison gesetzt? Hättest Du dem Team einen solchen Saisonstart zugetraut?

„Wollen jetzt um den Aufstieg mitspielen“

Ingo Hörning: Da wir vor der Saison nicht so recht wussten, was auf uns in der C-Klasse zukommt, wollten wir erst mal eine gute Rolle spielen und schauen was am Ende rauskommt. Schon bei den Vorbereitungsspielen, vorrangig gegen B-Ligisten, hat sich aber abgezeichnet, dass die Mannschaft durchaus das Potential hat, ganz vorne in der Liga mitzuspielen. Somit kann man die Frage schon mit: „Ja, das haben wir der Mannschaft zugetraut, dass sie in der C-Liga gleich vorne mitspielen kann.“ beantworten. Hinterher ist man aber bekanntlich ja immer schlauer. Nachdem jetzt ein Drittel der Saison gespielt ist, wollen wir natürlich vorne dabeibleiben und bis zum Schluss um die Aufstiegsränge mitspielen.

flw24: Wie sieht der Spieler- und auch Erfahrungs-Austausch mit der ersten Mannschaft aus?

Ingo Hörning: Daniel Hassler, der Coach der ersten Mannschaft, und ich haben ja in der letzten Saison zusammen die U19 vom VFJ Hünstetten/Würges betreut, und haben vor einigen Jahren zusammen in der zweiten Mannschaft des RSV gekickt. Wir kennen uns also schon sehr lange, liegen menschlich wie sportlich auch auf einer Wellenlänge, somit ist bei uns beiden natürlich ein reger und intensiver Austausch sichergestellt. Die Trainingseinheiten gestalten wir getrennt voneinander, sind dann allerdings immer mit beiden Teams zur selben Zeit auf dem RSV-Sportgelände. Hin und wieder haben wir allerdings auch schon Einheiten zusammen durchgeführt.

„Reger Austausch im Verein“

Da eine zweite Mannschaft ja auch dafür da sein soll, dass Spieler aus der ersten Mannschaft, die dort etwas hinten dran sind, dann in der Reserve Spielpraxis bekommen sollen, setzen wir in der C-Klasse natürlich auch Spieler aus dem Gruppenligakader ein. Genauso haben auch schon Spieler aus dem Kader der Zweiten bei einem Gruppenligaspiel mitgewirkt. Ein weiterer Austausch findet auch mit den U19 Trainern des VFJ statt, hier wollen wir die Spieler aus dem älteren Jahrgang auch jetzt schon an den Herrenbereich heranführen. Aktuell hat die U19 z. B. wegen der Herbstferien eine vierwöchige Spielpause, in dieser Zeit setzen wir dann auch mal den einen oder anderen Spieler aus der U19 bei uns in der Zweiten ein.

flw24: Und nochmal rückblickend: wie kam es dazu, dass ihr damals die Zweite abmelden musstet?

„Nur Krisztian ist geblieben“

Ingo Hörning: Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Verbandsliga in die Kreisoberliga haben uns ja alle Spieler der ersten Mannschaft, bis auf Krisztian Szekely, verlassen. Somit blieb uns aus personeller Sicht nichts Anderes übrig, als die zweite Mannschaft, die ja damals in der KOL gespielt hat, abzumelden. Die Spieler der zweiten Mannschaft wurden dann also die Spieler der neuen ersten Mannschaft. Gleiche Liga also, nur anderer Mannschaftsname.

flw24: Ingo, besten Dank für Deine Antworten und die Einblicke in den Verein. Viel Erfolg weiterhin.

Das Interview führte Timm Henecker.