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15.08.2018
Kategorie: Interviews, Aktuelles
Von: flw24 von Timm Henecker

Ansgar Brinkmann: „Eure Abmahnungen könnt ihr euch einrahmen und in die Küche hängen“

In Erinnerung an einen grandiosen flw24-Talkabend im Wissegiggl

Ansgar Brinkmann im Gespräch mit der flw24 Redaktion vor seinem Auftritt im Wissegiggl. Foto: Thorsten Wagner

Zuletzt hatte Kult-Kicker Ansgar Brinkmann mit folgendem Zitat in den sozialen Medien auf sich aufmerksam gemacht: “Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden, kennen nur den FC Bayern als Meister. Da ist die Kindheit schon mal im Arsch“. Die ARD-Sportschau hatte dies ebenfalls auf ihrer Facebook-Seite gepostet und dabei ein Foto von Ansgars Besuch im Weyrer Restaurant Wissegiggl bei der flw24-Talkrunde benutzt – natürlich legal über die Datenbank unseres Fotographen Thorsten Wagner. Das hat uns dazu bewogen, diesen grandiosen Abend mit Ansgar noch einmal Revue passieren zu lassen und seine besten Sprüche aus dem Vorgespräch des Fußball-Talks zusammenzufassen.

... über seine Ambitionen als Fußballer:

„Ich wollte immer, dass die Leute sagen: `Gut, dass du da warst`.“

„Mein Ziel war es immer, ehrliche Arbeit abzuliefern.“

„Du kannst ein schwieriger Typ sein, du kannst dein Auto falsch parken, dich mit Trainern anlegen und unbequem sein. Aber alles was du hast, musst du der Mannschaft geben. Es geht im Fußball nur um das Team.“

... über sein Verhältnis zu den Trainern:

„Ich habe bei 18 Vereinen in 20 Jahren gespielt und hatte insgesamt 39 Trainer – und mit jedem von denen hatte ich Krieg.“

„Ich und Hierarchien – das geht wirklich nicht. Aber ich habe immer mein letztes Hemd gegeben.“

... zum Konditionstrainer von Dynamo Dresden:

Da sagt der zu mir: „Ansgar, du musst dich dehnen, dehnen und nochmals  dehnen.“ -  Dann sag ich zu ihm: „Jetzt hör mir mal zu. Du brauchst mir hier kein Fußball zu erklären. Ich bin jetzt 35 Jahre und schon lange Profi und du triffst noch nicht mal den Ball ins Wasser, wenn du am Strand stehst.“

v.l.: Timm Henecker, Pascal Litzinger, Wissegiggl Inhaber Carlos Merz, Ansgar Brinkmann, Dominik Groß und Martin Fett. Foto: Thorsten Wagner

... über den Sieg der Eintracht im DFB-Pokal:

„Das war ein Brett. Emotionen pur, unglaublich! Und ausgerechnet gegen die Bayern! Die Leute neben mir im Stadion haben ja schon geheult als der Gacinovic noch auf dem Weg zum Tor war.“

„Die Eintracht hat sich in meine Seele eingebrannt.“

„Das Komische ist, dass ich gegen die Eintracht fast immer gewonnen haben – egal bei welchem Verein ich gespielt habe.“

„Charlie Körbel wollte mich zu Zwickau holen. Auf dem Weg dahin – ich war schon auf der Autobahn – hat mich dann die Eintracht angerufen und gefragt, ob ich kommen möchte. Ich bin dann direkt umgekehrt. Um 12h war der Anruf, um 17h war die Pressekonferenz zur Vorstellung bei der Eintracht“.

„Die Eintracht hat mein Fußballer-Leben gerettet. Horst Ehrmanntraut habe ich unglaublich viel zu verdanken.“

... über Geld:

„Guido Schäfer hatte letztens zu mir gesagt – ich bin mit 0 Euro in die Karriere, habe super gelebt und bin mit 0 Euro wieder raus. Da habe ich gesagt: `Pass mal auf mein Freund, ich bin auch mit 0 Euro in die Karriere, aber mit Minus raus`. Geld hat mich nicht angetrieben. Das kommt und geht im Leben.“

„Die Schlachten, die wir damals geschlagen haben, wären heute nicht mehr möglich. Wir haben uns beleidigt auf dem Platz – mit Effenberg und so, aber danach war es auch wieder gut und wir haben uns die Hand gegeben.“

Der weiße Brasilianer ist immer mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache. Foto: Thorsten Wagner

... über Typen:

„Es gibt schon noch Typen im Fußball, Boateng zum Beispiel. Den kannst du auch bei Braveheart in die erste Reihe stellen und der läuft vorwärts.“

... zum Manager:

„Eure Abmahnungen könnt ihr euch einrahmen und in die Küche hängen, aber wehe ihr nehmt mir den Ball weg“.

„Ich habe letztens beim Umzug noch eine 20 Jahre alte Abmahnung von Arminia Bielefeld gefunden – die war noch ungeöffnet.“

... über den Dschungel:

„Ich habe mal gesagt, dass ich nie in den Dschungel gehe. Ich habe denen ja auch viermal abgesagt. Dann hat Rainer Calmund zu mir gemeint: `Ansgar, du investierst doch gerne in Erlebnisse, mach doch mal, Jung`. Dann habe ich es gemacht. Vor zehn Jahren hätte ich Kohle gebraucht, jetzt hätte ich sie nicht gebraucht, aber jetzt habe ich es gemacht.“

„Wir haben immer noch ne WhatsApp-Gruppe mit den Dschungel-Leuten, da geht’s voll ab.“

... zu den Regieanweisungen im Dschungelcamp:

„Lass das mal mit deinen Anweisungen. Das haben schon 39 Trainer vor Dir versucht und keiner hat es geschafft.“

... zu seinem Zimmerpartner Jürgen Klopp:

 „Es hat mich in meiner Karriere kein Gegenspieler so viel beleidigt wie mein Mitspieler Jürgen Klopp. Von dem habe ich immer Feuer bekommen. Er ist ein guter Freund.“

„Christian Heidel hatte damals Jürgen Klopp auf mein Zimmer beordert, damit ich nur noch fünfmal die Woche nach fünf nach Hause komme.“

„Jürgen hat immer gelesen, da habe ich zu ihm gesagt: `Du hast schon recht mein Freund, bilde Dich besser weiter, mit Fußball wird das nix`.“

„Jürgen war ein Bücherwurm und ich habe immer nur Fernsehen geschaut. Eines Nachts gab es einen großen Knall, Jürgen ist wach geworden und hat gerufen: `Was ist denn los, Ansgar?´ - Da habe ich gesagt,  `alles gut Jürgen, ich habe nur den Fernseher aus dem Fenster geworfen, der Film war scheiße´.“

Die Highlights des Abends im Video von Villmar.TV: