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Limburger Hockey-Club feierte 50 Jahre später sein Bundesliga-Aufstiegsteam

Vor 50 Jahren feierte der Limburger Hockey-Club durch einen 2:1-Heimsieg über den Münchner SC den Aufstieg in die Bundesliga. Den Bundesliga-Aufstieg des LHC feierten 1974: (hinten, v.l.) Jürgen Fiedler, Arno Jung, Thomas Koch, Michael Hinrichs, Seppl Wolf, Paul Lissek, Bernd Bude, Erhard Polk, Klaus Kleiter, Christoph Prégardien, (vorne, v.l.) Gerhard Lissek, Bodo Spielkamp, Bernd Seck, Ulli Dillmann und Peter Litzinger. (Foto: Verein)

LHC-Vorsitzender Jürgen Dechent (stehend, 1. von links) konnte auf der Club-Anlage viele Spielerlegenden des Aufstiegs- und Meisterteams begrüßen. LHC-Vorsitzender Jürgen Dechent ehrte die Aufstiegs- und Meisterspieler Dieter Lorenz, Alexander Breuer, Michael von Kunhardt, Jens Weil, Andreas Mollandin, Paul Lissek, Olaf Jung, Bodo Spielkamp, Peter Litzinger (hinten, v.l.), Ulli Dillmann, Erhard Polk, Seppl Wolf, Bernd Seck, Jürgen Fiedler, Wolfgang Zeller und Klaus Kleiter (vorne, v.l.).(Foto: Verein)

Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat seine Helden der großen Vergangenheit gefeiert. Auf der Vereinsanlage wurden die Jubiläen „50 Jahre Bundesliga-Aufstieg“ sowie „40 Jahre 1. Deutsche Meisterschaft“ gefeiert. Unter den Gästen waren aus der Aufstiegsmannschaft die früheren Bundestrainer Paul Lissek (Olympia-Gold 1992 in Barcelona) und Klaus Kleiter (Olympia-Silber von 1984 Los Angeles und 1988 Seoul). Von den Meisterhelden zehn Jahre später waren unter anderem Vize-Olympiasieger Andreas Mollandin und Ex-Nationaltorwart Alexander Breuer sowie die Finaltorschützen Olaf Jung und Michael von Kunhardt erschienen.

LHC-Vorsitzender Jürgen Dechent erinnerte an das Jahr 1974 zurück, als Helmut Schmidt Bundeskanzler wurde und die deutschen Fußballer Weltmeister wurden. In diesem Jahr hatte der LHC die zweite Chance, mit seinem Herren-Team erstmalig in seiner Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufzusteigen. In einer Vierer-Aufstiegsrunde musste Limburg das letzte Spiel gegen den Münchner SC (MSC) gewinnen. Vorsitzender Jürgen Dechent, der die Partie als Kind erlebte, berichtete, dass der Club selbst vor 50 Jahren an der Wiesbadener Straße nur einen Aschenplatz hatte und darum das entscheidende Aufstiegsplatz auf den Fußballplatz des VfR 07 am Stephanshügel verlegen musste. Spieler Seppl Wolf musste den Rasen dann akribisch pflegen, damit er für das Hockeyspiel geeignet war. Vor 700 Zuschauern erzielte Spielertrainer Klaus Kleiter per Strafecke für Limburg die 1:0-Führung. Doch der Gast glich aus. Ein Remis hätte dem MSC aufgrund der besseren Tordifferenz gereicht. Aber kurz vor Schluss bekam Limburg noch einmal eine Strafecke zugesprochen und wieder Kleiter schoss den umjubelten Siegtreffer. „Wir waren der erste Bundesliga-Aufsteiger, der sich in der Bundesliga halten konnte“, erinnerte sich Seppl Wolf zurück. Für ihn selbst sei es bitter gewesen, am Spieltag aufgrund einer Oberschenkelzerrung nicht auflaufen zu können. Für ihn kam Erhard Polk in die Startelf. Von den Aufstiegsspielern anwesend waren neben Lissek, Kleiter, Wolf und Polk noch Jürgen Fiedler (damaliger Gastspieler der Frankfurter Eintracht), Bodo Spielkamp, Ulli Dillmann und Peter Litzinger sowie Torwart Bernd Seck. Der musste vor 50 Jahren noch ohne Gesichtsmaske auflaufen. Ebenfalls zum Aufstiegskader gehörten Lisseks Bruder Gerhard, Arno Jung, Bernd Bude, Thomas Koch, der Hamburger Gastspieler Michael Hinrichs vom UHC sowie als Ersatztorwart Christoph Prégardien. Seppl Wolf löste damals nach dem Aufstieg eine Wette ein und ritt auf einem Pferd durch die Limburger Fußgängerzone.

Genauso schön war für den LHC zehn Jahre später die erste und bisher einzige Feldhockey-Meisterschaft in Heidelberg. Limburg spielte damals schon im Eduard-Horn-Park auf Kunstrasen und Heidelberg hatte dadurch auf seinem Naturrasen einen großen Heimvorteil. Doch die Gäste gingen durch Volker Knapp, ein Strafeckentor von Olaf Jung und Michel von Kunhardt 3:0 in Führung und wurden durch einen 3:1-Sieg am Ende hochverdienter Meister. Zum Kader gehörten damals unter anderem der spätere Olympiasieger Stefan Saliger und der zweifache Vize-Olympiasieger Ekkhard Schmidt-Opper. Für die Altstars war es schön, sich einmal wieder bei ihrem alten Club in größerer Runde wiederzusehen und Anekdoten auszutauschen. So wurden Aufzeichnungen von Seppl Wolf über die damaligen Schwächen uns Stärken seiner Mitspieler vorgelesen. (rk)