SG Selters/Erbach - RSV Weyer 3:2 (2:0)
Zur zweiten Kreispokalrunde ist der RSV Weyer zu Gast in Niederselters. Zum Saisonstart der Kreisoberliga hat man den Widersacher bereits deutlich auf fremdem Platz geschlagen. Das soll bestenfalls, trotz der unglücklichen Situation, zwei Spiele innerhalb von zwei Tagen bestreiten zu müssen, am Mittwochabend wiederholt werden, um eine Runde weiterzukommen.
Mit den drei AH-Akteuren Maximilian Stähler, Richard Müller und Jan Pabst, die kürzlich ihre aktive Fußballlaufbahn beendet hatten und Unterstützung der zweiten Mannschaft durch Finn Walli in der Startelf sowie Justus Beuerbach und Conor Kriesche auf der Auswechselbank hatte das Trainerteam um Stefan Rieth und Samuel Stähler aufgrund der Umstände zwar eine leicht ungewöhnliche, aber trotzdem starke Kaderzusammenstellung geplant. Die SG begann spielbestimmend, Nils Toffeleit bereitete der RSV-Defensive mit langen Bällen früh Probleme, im Abschluss hakte es jedoch zu Beginn noch etwas. Jannick Wuttich zielte zu hoch (6.), während Finn Walli, der bei seinem Debut in der ersten Mannschaft einen positiven Eindruck hinterließ, vorbeischoss (10.). Sieben Minuten später lief sich Jannick Wuttich zuerst fest, ehe Jan Bermbach das Spielgerät eroberte und die Grätsche eines Weyrers bei Yannik Walli landete, der die Führung besorgte. Die SG Selters/Erbach war weiter am Drücker, Jannick Wuttich setzte nach einem langen Ball kämpferisch nach, und Jan Bermbach netzte eiskalt ein und erhöhte (27.).
Am Ende der ersten Hälfte stand ein solider Auftritt der Einheimischen zu Buche, die es jedoch trotz guter Chancen verpassten, die Führung weiter auszubauen. Der Wiederanpfiff machte hingegen Mut, Jan Bermbach war Nutznießer Weyrer Unaufmerksamkeiten und baute die Führung mit einem gekonnten Abschluss weiter aus – 3:0 (49.). In der Folge wendete sich das Blatt deutlich, Weyer übernahm das Zepter und machte offensiv Druck. Vor allem nach ruhenden Bällen wurde es im Strafraum der SG richtig gefährlich. Nach 52 Minuten war der erste Zeitpunkt, zu dem man sich bei Schlussmann Niklas Muth bedanken musste: Youness Lmadaghri traf per Kopf die Latte und Marcel Wagemann ballerte den Nachschuss aus kurzer Distanz aufs Tor, doch Muths überragender Reflex verhinderte das Gegentor. Auch den nächsten Versuch Lmadaghris, diesmal aus 18 Metern, vereitelte der Schlussmann, als er stark im Eck abtauchte (56.). Als Steven Schitz mit getrecktem Bein deutlich zu spät in das Sprunggelenk von Nico Weber sprang, wäre das Spiel wohl mit der folgerichtigen Roten Karte gelaufen gewesen, Schiedsrichter Jan-René Seif beließ es jedoch beim gelben Karton. Die Drangphase der Gäste wurde erst nach über einer Stunde in Folge einer Ecke belohnt, als Christopher Mabiala nach einem Eckstoß goldrichtig stand und den Anschlusstreffer markierte (64.). Nur fünf Zeigerumdrehungen später war dann richtig Feuer in der Partie: Niklas Muth parierte den strammen Schuss aus 28 Metern von Alexander Loresch zwar zur Ecke, war dann aber gegen den Kopfball Trimor Berisha machtlos – 3:2 (69.). Es stand nun eine äußerst spannende Schlussphase bevor, die die SG am Ende aber überstand, auch dank ihres Torhüters, der gegen Youness Lmadaghris Flatterball zur Stelle war (80.).
Nach Abpfiff war die erste Aufgabe der 24-Stunden-Schicht erledigt, die nächste Pokalrunde war erreicht. Bereits am Donnerstagabend um 19:30 Uhr geht es in Oberselters gegen die SG Heringen/Mensfelden in der Kreisoberliga weiter. Zum Topspiel freuen sich alle auf zahlreiche Unterstützung von außen!
