SG Lindenholzhausen/Eschhofen III - FSG Bad Camberg/Dombach II 6:1 (4:0)
In einer über die gesamte Spielzeit umkämpften und was die Spielanteile angeht weitgehend ausgeglichenen Begegnung, machte die deutlich höhere Effektivität im Abschluss den entscheidenden Unterschied. Und das insbesondere durch SG-Stürmer Thomas Petri, der mit vier Treffern das Spiel alleine entschied, vor allem im 1-gegen-1 nicht zu stoppen war und in dieser Klasse eigentlich nichts zu suchen hat.
Nach einer intensiven Anfangsphase meist zwischen den Strafräumen ging der Gastgeber mit Unterstützung eines groben Abwehrfehlers in Führung und erzielte gleich darauf einen weiteren Treffer. Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich der Gast an den engen Platz in Eschhofen gewöhnt (die SG wird wissen, warum die ursprünglich auf dem großen Kunstrasenplatz in Lindenholzhausen angesetzte Begegnung verlegt wurde) und übernahm mit gleich vier klaren Tormöglichkeiten das Kommando. Daniel Hecht und Magnus Scherf scheiterten mit ihren Schüssen am SG-Torhüter, Ein Kopfball nach einer Ecke landete an der Lattenunterkante und ein Abwehrspieler rettete auf der Torlinie. Aber statt eines durchaus möglichen Unentschiedens erzielte der Gastgeber sein drittes Tor, wenn auch unterstützt durch ein klares Handspiel des Schützen. Und nachdem Magnus Scherf mit einem Distanzschuss das Tor nur hauchzart verfehlte, gab es auf der anderen Seite noch das 4:0, diesmal durch eine exzellente Einzelleistung.
Die zweite Halbzeit brachte insgesamt mehr Spielanteile für den Gast, während sich die SG auf Konter konzentrierte, die auch schnell gleich zweimal erfolgreich waren. Bis auf den einen oder anderen erfolgversprechenden Angriff in der Schlussphase, bei denen sich Fabian Riedel im FSG-Tor aufmerksam zeigte, gab es vom Gastgeber offensiv nichts mehr zu sehen. Dagegen kombinierte sich der Gast immer wieder in den Strafraum, zögerte aber meist zu lange mit dem Abschluss oder der SG-Torhüter zeigte sich hier und auch bei Distanzschüssen sehr sicher. Ein Trostpflaster gab es noch von Timon Heinze in der Schlussminute.
Fazit: Der Sieg des Gastgebers geht völlig in Ordnung, auch wenn er deutlich zu hoch ausfiel. In Anbetracht es Ergebnisses mag es sich etwas merkwürdig anhören, aber in einem Spiel zweier starker Mannschaften enttäuschte der Gast keineswegs. Trotz des deprimierenden Verlaufs hielt man jederzeit dagegen und erspielte sich ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, wenn auch leider ohne Ertrag. Der eine oder andere Abwehrfehler in der Anfangsphase zuviel, ein überragender Stürmer auf der Gegenseite und vielleicht das fehlende Quäntchen Spielglück in der entscheidenden Phase vor der Pause führten zu diesem dann doch klaren Ergebnis. Gegen eine allerdings starke Mannschaft, die zu Recht ganz oben in der Tabelle mitspielt.
