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Vom Umbruch zur Überzeugung: TuS Linter greift an

Der TuS Linter hat eine Hinrunde hinter sich, die mehr war als nur eine Phase des Sammelns von Punkten. Aus personellen Sorgen wurde neue Stärke, aus einem vorsichtigen Ziel ein gewachsener Anspruch. Trainer Dimitrios Tsobanidis blickt mit Überzeugung und klarer Haltung auf die Rückrunde der Kreisliga B.

 

Ein schwieriger Start – und eine ehrliche Bestandsaufnahme

Wenn Dimitrios Tsobanidis auf die ersten Monate der Saison zurückblickt, überwiegt trotz aller Herausforderungen ein Gefühl der Zufriedenheit. „Wenn man den Saisonstart ehrlich betrachtet, bin ich mit der Hinrunde sehr zufrieden“, sagt der Linterer Coach offen. Und das hat gute Gründe: Personell war die Lage zu Beginn deutlich angespannter als in den Jahren zuvor. Zahlreiche Abgänge, Unsicherheiten im Kader und viele offene Fragen begleiteten den Start in die Spielzeit.

„Personell sah es zu Beginn deutlich schwieriger aus als in den vergangenen Jahren“, beschreibt Tsobanidis die Ausgangslage. Gerade deshalb entschied man sich bewusst für eine realistische Herangehensweise. Große Parolen blieben aus, stattdessen stand Bodenständigkeit im Vordergrund – sowohl intern als auch nach außen.

 

Neue Rollen, neue Verantwortung – eine Mannschaft wächst zusammen

Sportlich war der Umbruch nicht zu übersehen: „Wir hatten zu Saisonbeginn sechs bis sieben Abgänge in der ersten Mannschaft – davon mindestens sechs klare Stammspieler“, erklärt der Trainer. Die Konsequenz daraus war eine bewusst angepasste Zielsetzung. „Platz 1 bis 10, eine solide Top-Ten-Platzierung, wäre absolut in Ordnung gewesen.“

Doch was sich im Laufe der Hinrunde entwickelte, überraschte selbst Tsobanidis positiv. Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft rückten nach, übernahmen Verantwortung und wuchsen an ihren Aufgaben. „Viele Spieler, die zuletzt in der zweiten oder sogar dritten Mannschaft gespielt haben, mussten zwangsläufig Verantwortung übernehmen – und haben sich sehr gut herauskristallisiert und in der ersten Mannschaft etabliert“, so der Coach.

Das Resultat: eine Mannschaft, die enger zusammengerückt ist, an sich glaubt und als geschlossene Einheit auftritt.

 

Ein Prozess statt eines Moments

Nach einem besonders prägenden Spiel gefragt, nennt Tsobanidis bewusst kein einzelnes Ergebnis. „Prägend war weniger ein einzelnes Spiel, sondern vielmehr der gesamte Prozess“, betont er. Schritt für Schritt entwickelte sich aus einer neu formierten Truppe eine Mannschaft, die sich ihre Position selbst erarbeitet hat.

Zu sehen, wie sich Vertrauen, Stabilität und Zusammenhalt entwickeln, war für den Trainer einer der schönsten Aspekte der Hinrunde. Es ist dieser Prozess, der dem TuS Linter heute eine klare Identität verleiht – unabhängig vom Gegner oder der Tabellenkonstellation.

 

Schweiß, neue Ziele und frische Impulse für die Rückrunde

Die Wintervorbereitung beim TuS Linter ist inzwischen in vollem Gange. Bereits am 30. Januar 2026 startete die Mannschaft in die intensive Phase der Rückrundenvorbereitung. Seitdem wird konsequent gearbeitet – mit einem klaren Plan und klaren Schwerpunkten. „Der Fokus liegt auf Fitness, Intensität, Geschlossenheit und taktischer Stabilität“, sagt Tsobanidis unmissverständlich.

Dabei spart der Trainer nicht mit deutlichen Worten: „Ohne Fleiß kein Preis. Die nächsten Wochen sind anstrengend, aber notwendig.“ Genau diese Herangehensweise soll die Basis für eine erfolgreiche Rückrunde legen.

Mit den Leistungen der Hinrunde hat sich auch die Zielsetzung verändert. „Ja, die Zielsetzung hat sich verändert. Aus dem ursprünglichen Top-Ten-Ziel ist inzwischen der Anspruch geworden, so lange wie möglich oben zu bleiben“, erklärt Tsobanidis selbstbewusst. „Was wir uns erarbeitet haben, wollen wir nicht herschenken.“

Auch personell setzt der TuS Linter neue Akzente: Mit Ibi Celik kehrt ein ehemaliger Spieler zurück, zudem stößt Taha Hashemi aus Diez zur Mannschaft. „Ich würde sagen, wir haben uns offensiv ganz klar verstärkt“, so der Coach. Zusätzliche Qualität und neue Optionen sollen helfen, das Maximum aus der Rückrunde herauszuholen.

Am Ende formuliert Dimitrios Tsobanidis einen klaren Wunsch für die kommenden Monate: „Dass wir gesund bleiben, als Einheit weiter wachsen und sportlich alles rausholen, was möglich ist.“

Die Rückrunde kann kommen.