SG Niedertiefenbach/Dehrn - SV Wilsenroth 2:1 (0:1)
Die Gäste aus Wilsenroth setzten die heimische SG zu Beginn der Partie durch offensives Pressing gehörig unter Druck. Nach einer lang hereingezogenen Freistoßflanke drückte Stefan Türk das Leder zur frühen 1:0-Führung über die Linie (5.). Tobias Kundermann ließ eine weitere vielversprechende Tormöglichkeit aus, als er das Leder freistehend an der Strafraumgrenze komplett verzog (12.). Mit zunehmender Spieldauer fand die Heimelf besser in die Partie, nicht zuletzt, weil der SVW das hohe Anfangstempo auf Dauer nicht durchhalten konnte.
Nach einem Foul an Julius Kremer bekam die SG N/D einen Strafstoß zugesprochen – eine Entscheidung, mit der die Gäste nicht einverstanden waren. Doch der Unparteiische stand in unmittelbarer Nähe und zeigte ohne zu zögern auf den Punkt. Tristan Burggraf trat an, scheiterte jedoch an SVW-Keeper Lukas Krahnefeld (16.). Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass der Schlussmann der Gäste im Mittelpunkt des Geschehens stand. Bis zur Pause gab es zwar auf beiden Seiten weitere brenzlige Strafraumsituationen, doch diese konnten letztlich von den Abwehrreihen bereinigt werden. So nahm Wilsenroth die knappe Führung nicht unverdient mit in die Kabine.
Nach dem Wechsel verlegte sich der SVW fast ausschließlich auf das Verteidigen des knappen Vorsprungs. Die Gastgeber erhöhten den Druck und schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte ein, die bis auf eine Szene kaum noch für Entlastung sorgen konnten. Diese Szene hatte es allerdings in sich: Steffen Türk nagelte einen Freistoß aus 30 Metern an den oberen Innenpfosten (67.). Ein 0:2 zu diesem Zeitpunkt wäre sicher eine Vorentscheidung zugunsten der Westerwälder gewesen.
Ansonsten spielte sich das Geschehen weiterhin fast ausschließlich in der Hälfte bzw. im Strafraum der Blau-Weißen ab, die sich dem Dauerdruck mit Leidenschaft entgegenstellten. Immer wieder verhinderte ein Körperteil einen erfolgreichen Torabschluss, was die Heimelf schier zur Verzweiflung brachte. Wenn es der SG doch einmal gelang, das Abwehrbollwerk zu überwinden, war der überragende Lukas Krahnefeld zur Stelle und hielt, was zu halten war.
Als Krahnefelds Vorderleute das Leder nach einer Ecke nur unzureichend klären konnten, setzte Mirko Streb die Kugel volley mit der Innenseite präzise und damit unhaltbar zum längst fälligen Ausgleich ins Dreieck (72.). Dieser Treffer beflügelte die SG, die unbedingt alle Punkte mitnehmen wollte und weiter alles nach vorne warf.
In der Schlussminute fing der längst als Libero agierende SG-Torhüter Justin Pakula einen Konter des SVW weit vor dem eigenen Gehäuse ab und brachte das Leder nach vorne, wo Luis Kollang das Spielgerät kurz annahm und volley zum 2:1 in die Maschen jagte. Diese Führung brachten die Kombinierten über die siebenminütige Nachspielzeit des souveränen Spielleiters Georg Horz.
SG N/D: Justin Pakula (Tor), Florian Schlitt, Henning Heun, Mirko Streb, Tristan Burggraf, Julius Kremer, Louis Kollang, David Weimer, Pascal Steinsulz, Maximilian Fehler, Adrian Heymann.
Ersatz: Lukas Schlitt (ETW), Tizian Roth, Hugo Böcher, Benedikt Keil, Robert Hill, Maximilian Müller.
SV Wilsenroth: Lukas Krahnefeld (Tor), Steffen Türk, Marcel Jede, Vincent Ruckes, Niklas Weber, Tobias Kundermann, Steffen Türk, Roger Kettler, Niclas Klink, Jan-Niklas Jung, Simon Schrade.
Ersatz: Florian Plotz, Fabian Raskop, Nils Pistor, Martin Klink, Elias Immel, Paskal Sika, Linus Heiland, Philipp Ransbach.
Tore: 0:1 Stefan Türk (5.), 1:1 Mirko Streb (72.), 2:1 Louis Kollang (90.+1).
Besonderes Vorkommnis: Verschossener Elfmeter von Tristan Burggraf (16.).
Schiedsrichter: Georg Horz (TuS Eisenbach).
Zuschauer: 100.
