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Mund abbutze und weiter geht´s

SG Taunus - FSG Dauborn/Neesbach 2:1 (1:0)

Ich habe meinen Bericht zum Spiel von gestern heute mal in 2 Abschnitte geteilt. Zunächst ein paar allgemeine Dinge und dann der eigentliche Spielverlauf.                                                                

Nach dem Abpfiff der Partie waren nicht nur beide Seiten, sondern auch einige anwesende Schiedsrichter derselben Meinung: Dieses gute und spannende A-Liga Spiel hätte einen anderen Spielleiter verdient gehabt. Grundsätzlich haben wir alle großen Respekt vor den Leistungen der Unparteiischen. Was müssen sich diese Männer Sonntag für Sonntag während dem Spiel alles anhören – und das für ein paar Euro und eine Bratwurst und Cola nach dem Spiel. Doch nicht nur der Ansetzer, sondern auch der Schiedsrichter selbst sollten sich fragen, ob die Leitung eines A-Liga Spiels noch das richtige ist – ohne die anderen Ligen herabwerten zu wollen. Mehr Fehlentscheidungen in einem Spiel (wohl bemerkt auf beiden Seiten) sind kaum möglich und würden, wenn man sie alle aufzählt, den Rahmen deutlich sprengen. Wer meine Berichte regelmäßig liest, weiß, dass ich oftmals den Unparteiischen lobend erwähne. Aber zu der Leistung des Mannes in schwarz von gestern gibt es nur 2 Wörter: Absolute Katastrophe. Man muss an dieser Stelle sogar beide Teams noch loben, dass einige Situationen nicht eskaliert und alle ruhig geblieben sind. Respekt!                                            

Doch nun zum eigentlichen Spielverlauf.                                                                                                 

Bei bestem Fußballwetter und vor zahlreichen Zuschauern, entwickelte sich von Anfang an ein Spiel, in dem es 90 Minuten plus Nachspielzeit knisterte. Beide Teams gingen hoch motiviert in das Spiel und zeigten eine sehr gute Leistung. Zunächst war Abtasten angesagt und das Spielgeschehen fand überwiegend im Mittelfeld statt. Mit zunehmender Dauer bestimmten die Gastgeber das Spiel und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Doch entweder war FSG-Schlussmann Lutz Müller, oder wie bei einem Schuss von Timo Löffler der Innenpfosten, einem Torabschluss im Weg. In der 40. Minute hätten die Gäste den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt. Der eingewechselte Hamdi Kqiku zielte zu genau und setzte seinen Kopfball nach Flanke M. Wojtysiak an das Lattenkreuz. Kurz danach ein Aufschrei beim FSG-Anhang, denn bei einem weiteren Vorstoß von Wojtysiak wurde der Ball im 16er der Heimelf klar von einem SG-Spieler mit der Hand gespielt, aber der fällige Elfmeter blieb aus. Doch das war noch nicht alles. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es noch eine Ecke für die SG und José Alberto Ferreira verwandelte diese direkt zum 1:0. Die Führung zu diesem Zeitpunkt absolut verdient, doch ein klares Foulspiel an FSG-Schlussmann Müller wurde dabei übersehen.

Mit Beginn des 2. Durchgangs legt die Heimelf noch einen Zahn zu, doch in diese Drangphase hinein gelang FSG-Youngster Jonas Strom in der 51. Minute, mit einer „Weitschuss-Flanke“ über den verdutzten Marius Gattinger im SG-Tor hinweg, der Ausgleich. Jetzt waren beide Teams im Spiel und schenkten sich nichts. Doch das glücklichere Ende lag dann doch bei der Taunus-Elf. Einen perfekt vorgetragenen Angriff über Mathis Misa und Timo Löffler schloss Marcel Jung mit dem 2:1 ab. Doch die Kornbrenner gaben nicht auf und setzten immer wieder Nadelstiche, doch der Ausgleich sollte nicht mehr fallen., selbst als sich FSG-Schlussmann Lutz Müller am Ende mit in den Sturm einschaltete. Diese Situation hätten die Taunus-Kicker fast noch zum 3:1 genutzt aber dann war Schluss.

Am Ende stand ein knapper Sieg des neuen Tabellenführers (zumindest bis Sonntag). Der Sieg war unter dem Strich verdient, da die Heimelf stärker in den Zweikämpfen war und die FSG zu viel leichte Ballverluste im Spielaufbau verzeichnete. Mitnichten war die Leistung des Schiedsrichters schuld an der Niederlage, denn seine Kapriolen betraf wie oben erwähnt beide Teams. Also, Mund abbutze und weiter geht´s.                           

FSG Dauborn/Neesbach: Lutz Müller, Shion Tsuji, Gereon Coester, Cihan Sertkaya, Jonas Strom, Joscha Arnold, Takayuki Omi, Felix Wind, Chiheb Ben Hadj Ali, Markus Bozan, Mateusz Wojtysiak, (Hamdi Kqiku, Toshitake Tanaka, Toru Aoki).

SG Taunus: Marius Gattinger, Noel Baumann, Robin Gautsch, Mathis Misia, José alberto Ferreira, Aaron Führer, Marcel Jung, Alexander Hilt, Milan Koleda, Timo Löffler, Erkan Demirtas Peter Kaiser, Dennis Kurzawa, Erhan-Can Budaktekin).

Tore: 1:0 José Alberto Ferreira 45. (+2), 1:1 Jonas Strom 51., 2:1 Marcel Jung 66.

Schiedsrichter: Guido Barthel.