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(HL): Zwischen Euphorie und Realität - SV RW Hadamar startet mit klarem Plan in das Hessenliga-Abenteuer

Die Meisterschaft in der Verbandsliga ist Geschichte, nun richtet sich der Blick beim SV RW Hadamar voller Vorfreude auf die neue Herausforderung in der LOTTO Hessenliga. Trotz einer ungewöhnlich kurzen Sommerpause verlief die Vorbereitung vielversprechend – und auch wenn der Klassenerhalt oberste Priorität genießt, blickt man in Hadamar optimistisch auf die bevorstehende Saison.

Mit kurzer Sommerpause in die Vorbereitung – gute Entwicklung trotz kleiner Hürden


Nur drei Wochen nach den Feierlichkeiten zur Meisterschaft begann für den SV RW Hadamar bereits das nächste Kapitel. Bereits am 23. Juni startete der Hessenliga-Aufsteiger in die Vorbereitung auf die Spielzeit 2026/27 – eine Folge des langen Spielplans in der vergangenen Verbandsligasaison. Da die Antworten von Robin Schmidt dem FLW24 bereits am 22. Juli vorlagen, hat die Mannschaft inzwischen weitere Trainingseinheiten absolviert und befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden der Vorbereitung.


„Zwischen Meisterfeier und Auftakt lagen gerade einmal drei ganze Wochen Erholung. Geschuldet war dies dem langen Spielplan in der Verbandsliga“, beschreibt Robin die außergewöhnlich kurze Sommerpause.


Dass zu Beginn der Vorbereitung noch nicht immer der komplette Kader zur Verfügung stand, überraschte daher wenig. Einige Spieler befanden sich noch im Urlaub, hinzu kamen kleinere Blessuren. Dennoch entwickelte sich die Stimmung innerhalb der Mannschaft schnell in die richtige Richtung.


„Dennoch haben wir bereits eine gute Stimmung im Team und alle sind heiß auf den 1. Spieltag in der LOTTO Hessenliga“, berichtet Robin und unterstreicht damit die große Vorfreude auf die Rückkehr in Hessens höchste Amateurspielklasse.


Auch sportlich wusste der Aufsteiger in den vergangenen Wochen zu überzeugen. Von den bislang fünf absolvierten Testspielen konnten vier gewonnen werden. Besonders der 3:1-Erfolg beim ambitionierten Oberligisten Rot-Weiß Koblenz sorgte für ein Ausrufezeichen. Zwar musste sich Hadamar zuletzt dem letztjährigen Verbandsliga-Vizemeister TuS Hornau mit 2:4 geschlagen geben, dennoch fällt das Fazit der Vorbereitung insgesamt positiv aus.


Bevor der Ligaalltag beginnt, steht an diesem Sonntag, dem 26. Juli, noch der abschließende Härtetest an. Um 15:30 Uhr empfängt der SV RW Hadamar den FC Kalbach (Verbandsliga Süd) auf der heimischen Sportanlage „An der Dicken Eiche“.


Auch personell sieht sich der Verein gut aufgestellt. Während lediglich vier Spieler den Verein verlassen haben, verstärken gleich neun Neuzugänge den Hessenliga-Aufsteiger – viele davon im jungen Alter.


Robin sieht darin einen klaren Mehrwert: „Die Qualität des Kaders hat sich durch einen Konkurrenzkampf auf jeder Position definitiv verbessert.“


Ebenso erfreulich verlief die Integration der Neuzugänge. Laut Robin haben sich alle schnell in Mannschaft und Verein eingelebt und fühlen sich bereits bestens aufgenommen.

Klassenerhalt als oberstes Ziel – Geduld und Entwicklung stehen im Mittelpunkt


Mit der Rückkehr in die LOTTO Hessenliga wartet auf den SV RW Hadamar eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe als noch in der vergangenen Saison. Deshalb bleibt man bei den Zielsetzungen bewusst realistisch.


„Als Aufsteiger steht an erster Stelle klar der Klassenerhalt. Dieses Ziel möchten wir so früh wie möglich erreichen. Dennoch heißt es erstmal, in der Liga anzukommen und sich weiterzuentwickeln“, erklärt Robin.


Auch die Liga selbst schätzt der Pressesprecher als ausgesprochen ausgeglichen ein. Einen klaren Dominator erwartet er diesmal nicht.


„Eine Mannschaft, die vorneweg marschiert, wie es vergangene Saison die U21 der Eintracht gemacht hat, wird es in dieser Saison nicht geben“, sagt Robin. Als stärkste Mannschaft sieht er Regionalliga-Absteiger FC Bayern Alzenau. Gleichzeitig rechnet er auch dem FC Gießen sowie dem FC Eddersheim gute Chancen im Aufstiegsrennen aus.


Für Hadamar wird es vor allem darauf ankommen, sich möglichst schnell an die neuen Anforderungen der Hessenliga anzupassen. Besonders die vielen Rasenplätze stellen eine Umstellung dar.


„Bislang haben wir uns auf Rasen immer schwergetan, unser Spiel aufzuziehen. Daran gilt es sich zu gewöhnen“, erläutert Robin. Gleichzeitig erwartet er eine körperlich intensivere Spielweise als noch in der Verbandsliga. Auch hier müsse die Mannschaft schnell lernen, dagegenzuhalten.


Mindestens genauso wichtig ist für ihn aber die Entwicklung des jungen Teams abseits des Platzes. Robin macht deutlich, dass Geduld gefragt sein wird: „Es wird mehr Niederlagen geben als noch in der letzten Saison. Gerade dann gilt es, den Jungs den Rücken zu stärken und zusammenzuhalten.“


Die Zukunft gehört ohnehin einer jungen Mannschaft. Ein Großteil der neun Neuzugänge ist erst 19 Jahre alt und wechselte direkt aus den U19-Teams ihrer bisherigen Vereine nach Hadamar. Einen einzelnen Spieler möchte Robin dabei bewusst nicht hervorheben.


„Man sollte die gesamte Mannschaft im Auge behalten“, sagt er mit Blick auf die zahlreichen Talente.


Auch persönlich blickt Robin mit großer Vorfreude auf die kommenden Monate. Neben bekannten Gegnern reizen ihn vor allem die neuen Gesichter sowie die traditionsreichen Spielorte der LOTTO Hessenliga.


Der SV RW Hadamar startet damit als Aufsteiger mit einer gesunden Mischung aus Euphorie, Realismus und Entwicklungsgedanken in die neue Saison. Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel – doch mit einem eingespielten Kern, vielversprechenden Neuzugängen und einer positiven Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint der Verein gut gerüstet, um sich in der Hessenliga Schritt für Schritt zu etablieren.