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Stellungnahme des Präsidiums von Rot Weiß Hadamar zum Rücktritt von Torsten Kierdorf

Das Präsidium des SV Rot Weiß Hadamar bedauert den kurzfristig erfolgten Rücktritt von Torsten Kierdorf als Trainer der Hessenliga-Mannschaft. Das insbesondere wegen der sportlichen Erfolge, die der Trainer in den vergangenen zwei Jahren sowohl mit der Hessenliga-Mannschaft als auch zuvor als Übungsleiter des Gruppenligateams vorzuweisen hat. Wir bedanken uns dafür bei Torsten Kierdorf ausdrücklich.

Betroffen sind wir, wie die Demission des Trainers vonstattengegangen ist. Torsten Kierdorf hat auf einem Gespräch mit dem Präsidium am Montag dieser Woche bestanden. In diesem wurden u. a. einige Entscheidungen von Präsidiumsmitgliedern, die urlaubsbedingt nicht anwesend sein konnten, von Kierdorf heftig kritisiert. Auf die Bitte, dem Präsidium die Möglichkeit zu geben, die angesprochenen Punkte aufzuarbeiten und Lösungen zu präsentieren, ist Torsten Kierdorf leider nicht eingegangen und hat angekündigt, sein Traineramt niederzulegen.

Diese Vorgehensweise ist für uns sehr befremdlich. Torsten Kierdorf spricht in seiner Begründung von „verloren gegangenem Vertrauen zu Teilen des Präsidiums und der sportlichen Leitung“. Das Vertrauen, das der Verein Kierdorf in den letzten Jahren bei verschiedenen Engagements entgegengebracht hat, war unsererseits stets vorhanden. Dies wird unter anderem dadurch deutlich, dass wir ihn im Dezember 2017 vom Trainer der Gruppenliga-Mannschaft zum Cheftrainer des Hessenliga-Teams befördert haben. Und als es Anfang dieser Saison sportlich ganz schlecht lief, und von außen bereits Rufe nach einer Ablösung des Trainers laut wurden, hat die Vereinsführung am Trainer festgehalten und durch Veränderungen im Kader die Basis für den jetzt erreichten sportlichen Erfolg gelegt.

In jedem guten Arbeitsverhältnis gibt es eventuell einmal unterschiedliche Auffassungen zwischen Mitarbeiter (Trainer) und Arbeitgeber (Verein). Die von Kierdorf vorgebrachten Punkte waren sicher nicht unlösbar. Wir hätten erwartet, dass der Trainer dem Präsidium die Gelegenheit zu einem abschließenden Gespräch gibt. Wir hätten auch, wenn sich die Dinge nach diesem Gespräch nicht hätten ausräumen lassen können, Verständnis für ein Ende der Zusammenarbeit nach Abschluss der Saison gehabt. Das auch, obwohl diese bereits über den 1.7. hinaus mündlich vereinbart war.

Abschließend möchten wir bemerken, dass die Richtlinienkompetenz innerhalb des Vereins immer noch beim Präsidium und nicht bei einem Trainer liegt. Das Präsidium arbeitet mit Hochdruck an einer baldigen Präsentation des Nachfolgers auf dem Trainerposten der Hessenliga-Mannschaft.