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(GL) FC Dorndorf: Statement der Spieler der 1. Mannschaft

Zunächst möchten wir uns als Mannschaft ausdrücklich für die vergangenen Jahre beim FC Dorndorf, den Helfern, Kümmerern und besonders bei unseren Fans bedanken. Viele Spieler waren dem Verein über lange Zeit verbunden, einige sind sogar nach Jahren wieder zurückgekehrt. Das zeigt, welchen Stellenwert der Verein und insbesondere die Mannschaft für viele von uns hatte.   

 

Daher bedauern wir als Spieler der 1. Mannschaft die Vorkommnisse am Sonntag umso mehr und möchten Stellung zum veröffentlichten Statement des FC Dorndorf nehmen und unsere Sicht auf die Ereignisse schildern.

 

Uns ist wichtig zu betonen, dass die Situation rund um das Spiel am vergangenen Sonntag nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie ist vielmehr der Endpunkt einer gesamten Saison, deren Ablauf aus unserer Sicht in vielen Punkten nicht akzeptabel war.

 

Bereits wenige Wochen nach Saisonbeginn (Mitte September) wurde deutlich, dass die organisatorischen Strukturen in dieser Saison deutlich von den vorherigen Jahren abwichen. Ende September wurden dem Mannschaftsrat zahlreiche Probleme aus der Mannschaft herangetragen, insbesondere in Bezug auf Organisation, Kommunikation und den Umgang mit Spielern und Spieltagen. Zu diesem Zeitpunkt dachten bereits mehrere Spieler über einen Wechsel im Winter nach.

 

Daraufhin suchte der Mannschaftsrat aktiv das Gespräch mit dem Vorstand, um gemeinsam Lösungen zu finden und weiterhin sportlich erfolgreich – mit dem Ziel eines möglichen Aufstiegs – arbeiten zu können. In diesem Gespräch zeigte der Vorstand Verständnis für einige Punkte und kündigte Verbesserungen an. Leider konnten wir im weiteren Verlauf der Saison kaum Veränderungen feststellen.

 

Auch im Hinblick auf den frühzeitig kommunizierten Trainerwechsel fehlte aus unserer Sicht ein klarer Plan des Vereins. Uns Spielern wurde nicht transparent aufgezeigt, wie dieser Wechsel gestaltet werden soll. Gespräche mit Spielern fanden nur vereinzelt oder gar nicht statt.

 

Durch diese unklare Situation sahen sich viele Spieler gezwungen, sich nach Alternativen bei anderen Vereinen umzusehen, da seitens des Vereins kaum konkrete Perspektiven aufgezeigt wurden. Immer wieder wurde auf laufende Gespräche mit möglichen Trainern verwiesen und uns zugesichert, dass die Mannschaft frühzeitig informiert werde. Die letztlich getroffene Entscheidung kam jedoch zu spät, was sich auch in mehreren Spielerwechseln widerspiegelte.

 

In dieser Phase nahm auch der Umgang mit der 1. Mannschaft spürbar an Härte zu. Zudem verschlechterte sich aus unserer Sicht die Organisation rund um die Spieltage deutlich. So kam es mehrfach vor, dass Spieler, die ursprünglich im Kader der 1. Mannschaft standen, kurzfristig durch Entscheidungen des Vorstands in die 2. Mannschaft versetzt wurden. Dadurch musste die 1. Mannschaft teilweise Spiele in der Gruppenliga mit lediglich zehn Feldspielern bestreiten, während Spieler aus dem eigentlichen Spieltagskader parallel in der 2. Mannschaft eingesetzt wurden.

 

Diese Situation bildete auch den Hintergrund der Ereignisse am vergangenen Sonntag. Ein Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft wurde kurzfristig durch den Vorstand der 2. Mannschaft zugeteilt und darüber am Samstagabend informiert. Der Spieler äußerte daraufhin den Wunsch, das letzte Heimspiel in dieser Mannschaftskonstellation mit seiner Mannschaft zu bestreiten – zumal die 2. Mannschaft am Spieltag bereits über einen Kader von 16 Feldspielern verfügte.

 

Am Sonntag erschien der Spieler dennoch zum Treffpunkt der 1. Mannschaft. Dort wurde er vom Vorstand auf dem Parkplatz abgefangen und darüber informiert, dass er weder spielen noch das Sportgelände betreten dürfe. Gleichzeitig wurde durch den Vorstand betont, dass der Spieler sich in der Vergangenheit nichts zuschulden kommen lassen hat.

 

Nach diesem Vorfall sprach der Spieler mit der Mannschaft. Gemeinsam entschieden wir als Team, dass ein solches Vorgehen für uns nicht akzeptabel ist. Ein Verein sollte im Sinne beider Seiten handeln – sowohl im Sinne des Vereins als auch der Spieler. Deshalb haben wir als Mannschaft geschlossen entschieden, dass wir das letzte Heimspiel nur gemeinsam bestreiten werden.

 

Abschließend möchten wir betonen, dass wir in den vergangenen Monaten viele Entscheidungen des Vorstands, auch kritische, akzeptiert haben. Umso unverständlicher ist für uns der Umgang mit einem Spieler, der sich, wie selbst vom Vorstand betont, ansonsten nichts hat zuschulden kommen lassen. Die Härte dieser Maßnahme empfanden wir als absolut unverhältnismäßig und in unseren Augen in keiner Weise gerechtfertigt.

 

Mit diesem Statement möchten wir lediglich unsere Sicht der Situation darstellen und verdeutlichen, wie sich die Lage im Verein in den vergangenen Monaten aus unserer Perspektive entwickelt hat.

 

Trotz Allem blicken wir auf eine meist tolle Zeit zurück und bedauern es, wie diese nun zu Ende geht.