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19.05.2017
Kategorie: Vorberichte, Aktuelles, TopNews
Von: flw24 von Tobias Schneider

flw24-Vorbericht zum 33. Spieltag: Ein Hoch auf die Edelfans und Phrasendrescher


"Schiri, der hat schon gelb!" Foto: Dominik Groß

„Der hat schon gelb“, „Immer der Vierer“ oder „Da haben wir früher die Zweite hingeschickt“ – alle Vereine haben sie, die Edelfans und Dauerkritiker, die Chefpöbler und früheren Strategen oder Abräumer, die heute mit leichtem Bauchansatz und dem Sonntagsschoppen in der Hand ihre (meist kritische) Meinung kund tun. Aber sind wir ehrlich: Die Jungs gehören einfach dazu und sind wichtig für das große Spektakel Fußball. Heute gibt’s ein Hoch auf die Fußball-Stammtischler mit einem Vorbericht voller Phrasen.

Hessenliga:

Schluss, aus, Ende. Der SV Rot-Weiß Hadamar beendet die Saison auf Platz sechs. Leider haben sich die Fürstenstädter mit einer Niederlage verabschiedet. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel, in diesem Fall sogar vor einem ganz wichtigen Spiel. Denn das Hessenpokalfinaleam 25.5. wirft seine Schatten voraus. Neues Spiel, neues Glück noch einmal für die Dempewolf-Elf. Natürlich gehen die Rot-Weißen als krasser Außenseiter in das Spiel gegen den Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden, aber der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. So oder so: Das Hessenpokalfinale ist ein Highlight für unseren Fußballkreis und im Besonderen natürlich für den Verein SV Rot-Weiß Hadamar und seine Spieler! Wir drücken die Daumen!

Verbandsliga:

In der Vorwoche hätte sich der FC Dorndorf nach einer starken Leistung gegen den Vizemeister Zeilsheim eigentlich mit mindestens einem Punkt belohnen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette… Die Realität sieht so aus, dass der FCD nicht punkten konnte und punktgleich mit dem ersten Abstiegsrang ist. Da es wohl nur vier Absteiger aus der Hessenliga geben wird, stehen die Chancen der Dorndorfer auf den Klassenerhalt allerdings nicht schlecht. Abgerechnet wird trotzdem erst am Schluss und die Dorndorfer wollen natürlich am liebsten aus eigener Kraft den Klassenerhalt klarmachen. Ein Dreier beim Tabellenfünften SSV Langenaubach käme da sehr gelegen. Die Langenaubacher spielen nur noch um die goldene Ananas und lassen vielleicht im Saisonendspurt den letzten Biss vermissen.

Schützenhilfe könnte der FC Dorndorf vom TuS Dietkirchen bekommen, der gegen den punktgleichen Tabellennachbarn der Dorndorfer, die DJK Flörsheim, spielt. Im letzten Heimspiel der Saison will die Wörsdörfer-Elf ihren Fans noch einmal einen Sieg auf den Platz zaubern. Zum Lohn winkt der Sprung auf Platz fünf.

Gruppenliga:

Es kann nur einen geben… Rettet der FC Waldbrunn die Tabellenführung ins Ziel oder kann die Hessenliga-Reserve des SV Rot-Weiß Hadamar die Westerwälder noch abfangen? Am Wochenende haben beide Teams Heimspiele gegen abstiegsgefährdete Teams. Leichte Gegner gibt es sowieso nicht in der Gruppenliga, gegen ums Überleben kämpfende Teams könnte es allerdings besonders unangenehm werden. Die Hadamarer empfangen den SC Meso-Nassau Wiesbaden (Platz 13) und der FC Waldbrunn die Spielvereinigung Eltville (Platz 15).

„Haut sie weg“, hört man es vom Weilersberg schallen, denn die Weyerer könnten diese beiden Teams bei einem eigenen Sieg in Walluf definitiv hinter sich lassen. Die Leistung der Vorwoche gibt zwar wenig Hoffnung für den Saisonendspurt, aber wie sagt man so schön: Lieber einmal 1:7 verlieren als sechsmal 0:1. Von daher Mund abwischen und neu fokussieren.

Auch der SG Kirberg/Ohren/Nauheim wünschen die Weyerer an diesem Wochenende einen Sieg im letzten Gruppenliga-Heimspiel, erwartet die SG doch mit dem FV 08 Neunhain eine Mannschaft, die nur zwei Punkte vor dem RSV steht. In der neuen Saison kehrt übrigens nach dem Motto „Alte Besen kehren gut“ Daniel Dylong als Spielertrainer zurück zur SG.

Kreisoberliga:

Was für eine Spannung im Rennen um den Relegationsplatz! In den Wochen der Wahrheit reist die SG Merenberg nach dem Sieg in der Vorwoche gegen Konkurrent Dietkirchen II zum nächsten Topspiel nach Elz. Die Elzer haben am letzten Wochenende bei der SG Weinbachtal eine böse Überraschung erlebt und sollten jetzt wachgeküsst sein. Spielen Elz und Merenberg unentschieden, könnte der TuS Dietkirchen zum lachenden Dritten werden und mit einem Sieg über die SG Selters auf Platz zwei springen. Doch Vorsicht: bei Selters spielt einer, der weiß, wo das Tor steht. Satte 39 Mal hat es diese Saison bereits geganglt – und das in gerade einmal 23 Einsätzen. Chapeau, Jonas Gangl! Zum Saisonende wird der Torjäger die SG Selters leider beruflich bedingt verlassen.

Die Liga verlassen wird definitiv die FSG Dauborn/Neesbach – nur von welchem Team wird die FSG begleitet? Diese Frage wird sich entscheiden zwischen der SG Heringen/Mensfelden, dem TuS Waldernbach, dem SC Offheim und dem TuS Frickhofen. Waldernbach reist zum Abstiegskracher nach Offheim, während die SG Heringen/Mensfelden vom FC Waldbrunn II Zählbares mitbringen möchte und der TuS Frickhofen beim TuS Obertiefenbach ran muss. Betrachtet man die Rückrundentabelle, ist dies das Duell Sechzehnter gegen Siebzehnter – der TuS Obertiefenbach hat scheinbar in der Hinrunde, die auf Platz zwei beendet wurde, schon all sein Pulver verschossen.

A-Liga:

Bereits am Donnerstag gab sich die SG Oberlahn bei der SG Nord keine Blöße und fuhr einen ungefährdeten 3:0-Erfolg ein. Die Verfolger aus Oberbrechen und Lindenholzhausen wollen am Sonntag nachlegen, haben dabei allerdings recht unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen: Die TSG Oberbrechen sollte zuhause gegen Schlusslicht Hangenmeilingen/Niederzeuzheim nichts anbrennen lassen. Bester Sturm gegen zweitlöchrigste Abwehr – da müsste die SG wohl den Bus vor dem Tor parken, um die Oberbrecher Offensivmaschinerie zu stoppen. Unterdessen dürften für die TuS Lindenholzhausen gegen die SG Ahlbach/Oberweyer die Trauben schon höher hängen. Gewinnt die TSG und verliert die TuS, wäre das Aufstiegsrennen entschieden. Aber es könnte auch genau andersherum kommen, denn in dieser A-Liga-Rückrunde kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt.

Im Abstiegsrennen liegen der SC Dombach und die SG Weilmünster/Laubuseschbach gleichauf und streiten sich (bei zwei festen Absteigern) darum, wer noch eine zusätzliche Chance in der Relegation bekommt. Am Wochenende haben beide Teams Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte vor der Brust: Der SC Dombach empfängt den VfR 07 Limburg und die SG Weilmünster/Laubuseschbach reist zur SG Villmar/Aumenau.

B-Liga:

Der SV Thalheim steigt auf, in der Meisterfrage ist der Drops aber noch nicht endgültig gelutscht. Einen Punkt brauchen die Thalheimer noch, um auch hier für Klarheit zu sorgen, was am Wochenende zuhause gegen die SG Weinbachtal II gelingen sollte.

Nicht ins Straucheln kommen sollte nach menschlichem Ermessen auch der FC Dorndorf II beim FC Waldbrunn III und sollte damit seinen 2-Punkte-Vorsprung vor dem SV Bad Camberg bewahren können. Die Kurstädter haben beim sechstplatzierten TuS Drommershausen ein dickes Brett zu bohren.

Im Tabellenkeller bleiben die letzten vier Teams an diesem Wochenende unter sich. Die rote Laterne leuchtet aktuell in Offheim – das könnte sich am Wochenende aber ändern, wenn der SC Offheim II den direkt vor ihm platzierten TuS Waldernbach mit einer Niederlage im Gepäck nach Hause schickt. Der ebenfalls noch gefährdete SC Ennerich versucht, bei der SG Kirberg/Ohren/Nauheim den Klassenerhalt einzutüten.

C I:

Macht der FSV Würges an diesem Wochenende den Deckel auf den Aufstieg? Aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen die hartnäckigen Runkeler beseitigt nur ein Sieg am Sonntag gegen den TuS Waldhausen die letzten Zweifel. Es sei denn, die FSG Runkel patzt beim VfR 19 Limburg – wovon nicht auszugehen ist. Dass der VfR 19 mal in der C-Liga auf dem vorletzten Platz stehen würde, hätte man sich auch nicht träumen lassen, wenn man an „früher“ denkt, als der VfR 19 noch in der Oberliga spielte und die Gummistiefel noch aus Holz waren.

C II:

Die FSG Dauborn/Neesbach II ist der nächste Kandidat, der am Wochenende den Aufstieg klarmachen kann. Voraussetzung: ein Heimsieg gegen den SV Bad Camberg II oder ein Patzer des TuS Frickhofen II beim TuS Obertiefenbach II.

C III:

In der C III ist die Messe gelesen. Die ersten fünf haben den Rest der Liga deutlich distanziert und kämpfen nächstes Jahr in der B-Liga um Punkte.

B-/C-Reserve:

Auch in der Reserveliga sind seit dem letzten Wochenende keine Fragen mehr offen.