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Champions League 2026/27: Die Königsklasse ist zurück – und Madrid wartet

Die Champions League öffnet wieder ihre Tore und Europas Fußball-Elite nimmt Kurs auf den Henkelpott. Nach der großen Reform vor zwei Jahren geht der Wettbewerb in seine dritte Saison mit dem neuen Ligaphasen-Modus – mit vier deutschen Mannschaften und einem Finale, das erstmals im Estadio Metropolitano in Madrid ausgetragen wird.

Die Vorfreude auf die neue Spielzeit der Königsklasse ist riesig. 36 Mannschaften kämpfen ab dem 8. September um den Einzug in die K.-o.-Phase und damit um die begehrteste Trophäe im europäischen Vereinsfußball. Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick dabei insbesondere auf den FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und den VfB Stuttgart. Doch bevor im Juni 2027 der neue Champions-League-Sieger gekrönt wird, wartet eine lange und anspruchsvolle Saison.


Vier deutsche Teams nehmen Anlauf auf Europas Krone


Mit dem deutschen Meister FC Bayern München sowie Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem VfB Stuttgart ist die Bundesliga mit vier Mannschaften in der Königsklasse vertreten.

Den Auftakt macht Borussia Dortmund. Der BVB empfängt am Dienstag um 21 Uhr im heimischen Westfalenstadion den ehemaligen Europa-League-Sieger FC Villarreal. Einen Tag später ist der VfB Stuttgart ebenfalls vor eigenem Publikum gefordert. Um 18.45 Uhr geht es gegen den norwegischen Klub FK Viking, der erstmals überhaupt an der Champions League teilnimmt.

Am Donnerstag greifen schließlich auch RB Leipzig und der FC Bayern München ins Geschehen ein. Leipzig muss bei Como 1907 antreten, während die Bayern in München den norwegischen Vertreter FK Bodø/Glimt empfangen.

Für die vier deutschen Klubs beginnt damit der lange Weg durch die neue Ligaphase – mit dem Ziel, sich möglichst schnell eine gute Ausgangsposition für die K.-o.-Runde zu verschaffen.


Titelverteidiger Paris Saint-Germain mit ungewohnten Problemen


Die Formkurve einiger europäischer Schwergewichte sorgt vor dem Start der Champions League durchaus für Gesprächsstoff. Besonders überraschend ist die bislang durchwachsene Bilanz des Titelverteidigers Paris Saint-Germain.

Der französische Meister blieb in den ersten drei Spielen der Ligue 1 ohne Sieg und musste zuletzt gegen die AS Monaco sogar eine Niederlage hinnehmen. Für einen amtierenden Champions-League-Sieger ist dieser Saisonstart ungewöhnlich schwach.

Auch Real Madrid musste am vergangenen Wochenende einen Rückschlag hinnehmen. Bei Betis Sevilla verlor die Mannschaft, wobei Superstar Kylian Mbappé einen Elfmeter vergab. Stadtrivale Atlético Madrid unterlag bei Athletic Bilbao ebenfalls.

Deutlich besser läuft es derzeit beim FC Barcelona. Das Team von Trainer Hansi Flick feierte beim FC Valencia mit einem deutlichen 5:0 bereits den vierten Sieg in Serie und geht entsprechend selbstbewusst in die neue Königsklassen-Saison.

Auch Manchester City präsentiert sich in England in guter Verfassung. Drei Siege zum Auftakt der Premier League sprechen ebenso für die Mannschaft wie der Start des FC Arsenal, der das Londoner Duell gegen den FC Chelsea mit 2:1 für sich entschied. In Italien kommt zudem Inter Mailand mit einer makellosen Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen in die Champions League – der Finalist von 2025 scheint ebenfalls bereits in Form zu sein.


Der Modus: 36 Mannschaften, acht Spiele und eine große Tabelle


Am grundsätzlichen Champions-League-Modus hat sich gegenüber der vergangenen Saison nichts verändert. Seit der Reform zur Spielzeit 2024/25 gibt es keine klassische Gruppenphase mehr. Stattdessen treten 36 Vereine in einer gemeinsamen Ligaphase an.

Jede Mannschaft absolviert dabei acht Spiele gegen acht unterschiedliche Gegner. Vier Partien finden im eigenen Stadion statt, vier weitere auswärts. Bei der Auslosung werden die 36 Teilnehmer auf vier Lostöpfe verteilt. Jeder Klub bekommt zwei Gegner aus jedem Lostopf zugelost – jeweils einen für ein Heim- und einen für ein Auswärtsspiel.

Alle Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Tabelle ein.

Für die Mannschaften ist dabei jeder Punkt von großer Bedeutung: Die Top acht der Ligaphase qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 24 müssen dagegen zunächst in die Playoffs. Dort werden in Hin- und Rückspiel die weiteren Achtelfinalisten ermittelt.

Für die Mannschaften ab Tabellenplatz 25 ist die Champions-League-Reise dagegen beendet. Sie scheiden aus dem internationalen Wettbewerb aus.


Die wichtigsten Termine der Saison 2026/27


Die Ligaphase beginnt am 8. September 2026 und endet mit dem achten und letzten Spieltag am 27. Januar 2027.

Anschließend geht es in die entscheidende K.-o.-Phase. Die Playoffs werden am 16./17. sowie 23./24. Februar 2027 ausgetragen. Das Achtelfinale folgt am 9./10. und 16./17. März.

Für die besten acht Mannschaften geht es anschließend im Viertelfinale am 6./7. und 13./14. April weiter. Die Halbfinals sind für den 27./28. April sowie den 4./5. Mai angesetzt.

Der große Höhepunkt folgt schließlich am 5. Juni 2027.


Madrid statt Mailand: Das Finale steigt im Estadio Metropolitano


Ursprünglich war vorgesehen, das Champions-League-Finale 2027 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand auszutragen. Da jedoch nicht garantiert werden konnte, dass die dort geplanten Renovierungsarbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden, entzog die UEFA der italienischen Metropole die Ausrichtung.

In einem neuen Bewerbungsverfahren erhielt schließlich Madrid den Zuschlag.

Damit wird der nächste Champions-League-Sieger im Estadio Metropolitano, der Heimstätte von Atlético Madrid, ermittelt. Für Atlético wäre ein mögliches Finale im eigenen Stadion von besonderer Bedeutung. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone scheiterte in der vergangenen Saison im Halbfinale und wartet weiterhin auf den ersten Champions-League-Triumph der Vereinsgeschichte.

Atlético konnte die Europa League bereits dreimal gewinnen, der ganz große Erfolg in der Königsklasse fehlt allerdings noch. Besonders brisant wäre ein Finale im eigenen Stadion gegen Stadtrivale Real Madrid.


Ein kleines Detail ist neu: Der Debüt-Patch


Nach der großen Reform zur Saison 2024/25 gibt es in dieser Spielzeit nur eine kleine Neuerung.

Spieler, die erstmals in ihrer Karriere in der Champions League zum Einsatz kommen, erhalten künftig den sogenannten UEFA Champions League Debüt-Patch. Mit diesem Aufnäher soll der besondere Moment des ersten Einsatzes in Europas wichtigstem Vereinswettbewerb gewürdigt werden.

Der Patch wird in das Champions-League-Sternenball-Abzeichen auf dem Ärmel des Trikots integriert. Damit möchte die UEFA den Spielern einen sichtbaren Hinweis auf einen besonderen Meilenstein ihrer Karriere geben.


Die Champions League bleibt eine finanzielle Goldgrube


Nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ist die Champions League für die teilnehmenden Vereine von enormer Bedeutung. Wie bereits in der vergangenen Saison werden insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro an die 36 Teilnehmer ausgeschüttet.

Der Prämientopf setzt sich aus drei großen Bereichen zusammen: Startgeld, erfolgsabhängige Prämien und die sogenannte Wertprämie.

Allein das Startgeld beträgt rund 670 Millionen Euro. Jeder der 36 Vereine erhält unabhängig vom sportlichen Abschneiden 18,62 Millionen Euro.


Jeder Sieg bringt zusätzliches Geld


Weitere rund 914 Millionen Euro werden erfolgsabhängig ausgeschüttet. In der Ligaphase bringt ein Sieg 2,1 Millionen Euro, ein Unentschieden wird mit 700.000 Euro belohnt.

Zusätzlich gibt es Prämien für die Platzierung in der Ligaphase. Der Tabellenletzte erhält dabei einen Anteil von 275.000 Euro, der Vorletzte zwei Anteile und so weiter. Der Spitzenreiter kommt auf 36 Anteile und damit auf 9,9 Millionen Euro.

Für die Teams auf den Plätzen eins bis acht gibt es darüber hinaus jeweils zwei Millionen Euro, die Mannschaften auf den Rängen neun bis 16 erhalten zusätzlich eine Million Euro.

Auch in der K.-o.-Phase steigen die Prämien weiter an: Für den Einzug ins Achtelfinale werden elf Millionen Euro ausgeschüttet, das Viertelfinale bringt weitere 12,5 Millionen Euro. Für den Halbfinaleinzug gibt es zusätzliche 15 Millionen Euro, der Einzug ins Finale wird mit 18,5 Millionen Euro belohnt.

Der Gewinn der Champions League bringt schließlich noch einmal 6,5 Millionen Euro.


Die Wertprämie macht den finanziellen Unterschied


Die dritte Säule bildet die sogenannte Wertprämie. Dafür stehen insgesamt rund 853 Millionen Euro zur Verfügung.

In diese Berechnung fließen unter anderem der UEFA-Klubkoeffizient und Faktoren aus den Medienrechten ein. Dabei wird sowohl berücksichtigt, wie hoch die TV-Einnahmen in den jeweiligen Ländern sind, als auch, wie erfolgreich die Vereine in den vergangenen Jahren in den europäischen Wettbewerben abgeschnitten haben.

Das entsprechende Ranking setzt sich aus einem europäischen und einem nicht-europäischen Teil zusammen. Während im europäischen Bereich unter anderem die Einnahmen aus den Medienrechten der UEFA-Märkte berücksichtigt werden, orientiert sich der nicht-europäische Teil am Zehnjahresranking der UEFA-Klubwettbewerbe.

Für beide Bereiche wird der jeweilige Gesamtbetrag in 666 Anteile aufgeteilt. Je besser ein Verein im Ranking platziert ist, desto mehr Anteile erhält er.

Dadurch kann die Wertprämie erhebliche Unterschiede zwischen den Vereinen ausmachen. Im besten Fall sind für einen Klub mehr als 40 Millionen Euro möglich, während der niedrigste Wert bei knapp einer Million Euro liegt.


Wo können Fans die Champions League verfolgen?


Auch in dieser Saison ist die Königsklasse in Deutschland vor allem bei den Streamingdiensten zu sehen.

DAZN überträgt den größten Teil des Wettbewerbs. Insgesamt laufen dort 186 der 203 Champions-League-Partien. Amazon Prime besitzt die Rechte für die 17 Dienstagsspiele und zeigt damit unter anderem den Auftakt des BVB gegen Villarreal.

Das ZDF sorgt zusätzlich für Bilder im Free-TV. Der öffentlich-rechtliche Sender fasst den jeweiligen Spieltag mittwochs ab 23 Uhr zusammen und überträgt das Champions-League-Finale live.

Auch die Sportschau begleitet die Königsklasse umfassend mit Analysen, Spielberichten und Live-Tickern. Die Partien mit deutscher Beteiligung sind dort zudem im Audio-Livestream kostenlos und in voller Länge zu verfolgen.

Ab der Saison 2027/28 wird sich die Rechte-Landschaft erneut verändern: Dann haben sich die US-Unternehmen Paramount+ und Amazon die entsprechenden Übertragungsrechte gesichert.


Wer holt am Ende den Henkelpott?


Die Ausgangslage verspricht eine spannende Champions-League-Saison. Der Titelverteidiger Paris Saint-Germain sucht noch nach seiner Form, Real Madrid will zurück an die Spitze, während Teams wie Barcelona, Manchester City, Arsenal und Inter Mailand bereits früh ihre Ambitionen unterstreichen.

Und mittendrin stehen vier deutsche Vertreter. Der FC Bayern zählt traditionell zu den großen Favoriten, Borussia Dortmund möchte erneut auf Europas größter Bühne für Furore sorgen. RB Leipzig und der VfB Stuttgart gehen ebenfalls mit großen Ambitionen in die neue Ligaphase.


Fest steht: Bis zum Finale am 5. Juni 2027 in Madrid ist es ein langer Weg. 36 Mannschaften starten, doch am Ende darf nur ein Verein den Henkelpott in die Höhe stemmen.