Die SG Runkel/Brechen/Weyer hat eine starke Reaktion gezeigt und sich mit einem 4:3-Auswärtssieg beim Schiersteiner SV die vorübergehende Tabellenführung gesichert. Nach einer offensiv starken ersten Halbzeit und einer 4:1-Führung wurde es im zweiten Durchgang allerdings noch einmal richtig spannend. Schierstein erhöhte den Druck, doch die SG verteidigte mit großem Einsatz und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Damit belohnte sich die Mannschaft für eine engagierte Leistung und setzte zugleich ein wichtiges Zeichen nach der Enttäuschung der Vorwoche.
1.FSV Schierstein 08 – SG Runkel/Brechen/Weyer 3:4 (1:4)
(Samstag, 19. September 2026 – 18:00 Uhr / Kunstrasenplatz in Wiesbaden-Kohlheck)
Die SG Runkel/Brechen/Weyer hat sich mit einem hart umkämpften, aber verdienten 4:3-Auswärtssieg beim Schiersteiner SV die vorübergehende Tabellenführung gesichert. Auf dem kleinen Ausweichplatz in Wiesbaden-Kohlheck entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie mit kurzen Wegen zu den Toren und reichlich Action auf beiden Seiten.
Schierstein erwischte zunächst den besseren Start und kam zu zwei guten Abschlussmöglichkeiten, ehe die SG Runkel/Brechen/Weyer ab der zehnten Minute immer besser in die Partie fand. Nach einem schnellen Konter setzte sich Paula Giesen auf der rechten Seite durch und bediente Franzi Falk im Zentrum. Falk ließ die Torhüterin aussteigen und schob zur 1:0-Führung ein (13.). Die Antwort der Gastgeberinnen ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Janina Reutershahn entwischte der Defensive und traf mit einem satten Abschluss zum 1:1 (18.).
Davon ließ sich die SG Runkel/Brechen/Weyer jedoch nicht beeindrucken. Bis zur Pause entwickelte die Mannschaft zunehmend Druck und setzte Schierstein mit hohen Ballgewinnen immer wieder unter Druck. Einen solchen Ballgewinn von Chiara Stillger nutzte die SG zur erneuten Führung. Falk musste nach der Vorarbeit nur noch einschieben (38.). Nur drei Minuten später erhöhte Chiara Stillger selbst auf 3:1, als sie eine Ablage von Giesen aus rund 20 Metern unter die Latte setzte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff legte die SG sogar noch einen drauf: Nach einem Kopfball von Luna Oppermann reagierte Giesen schnell und staubte im Stile einer Torjägerin zum 4:1 ab (45.).
Nach dem Seitenwechsel war der SG Runkel/Brechen/Weyer bewusst, dass auf dem kleinen Platz weiterhin höchste Aufmerksamkeit gefragt sein würde. Schierstein reagierte und brachte mit der ehemaligen Bundesligaspielerin Nyembo zusätzliche Qualität auf den Platz. Gleich mit ihrer ersten Aktion bereitete sie den Anschlusstreffer durch Christina Valder vor, die in der 56. Minute auf 2:4 verkürzte.
In der Folge verpasste es die SG mehrfach, in aussichtsreichen Situationen den alten Abstand wiederherzustellen. Gleichzeitig machte sich das kräftezehrende Pressing zunehmend bemerkbar, sodass Schierstein immer mehr Spielanteile übernahm. Die Defensive der SG mit Torhüterin Mariel Jäger sowie Schönbach, Oppermann, Hubert-Cunningham und Marton hielt dem zunehmenden Druck jedoch stand und ließ nur wenige wirklich gefährliche Möglichkeiten zu.
Erst in der Nachspielzeit wurde es noch einmal eng. Nach einer Ablage von Reutershahn traf Nyembo mit einem wuchtigen Abschluss mithilfe der Unterkante der Latte zum 3:4. In den verbleibenden Minuten verteidigte die SG Runkel/Brechen/Weyer die knappe Führung mit großem Einsatz und viel Herz und brachte den wichtigen Auswärtssieg schließlich über die Zeit.
Trainer Rouven Träger zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft: „Die komplette Woche von Montag bis zum Abpfiff des Spiels war eine tolle Reaktion auf die herbe Enttäuschung, die wir am Samstag zuvor hinnehmen mussten.“
Gleichzeitig weiß der Trainer, dass der Sieg nur ein erster Schritt sein kann. „Für uns ist es nun aber elementar wichtig, Stabilität und Kontinuität in unsere Truppe zu bekommen. Dass wir solche Spiele wie gestern regelmäßig ziehen können, wissen wir. Wir müssen aber auch Aufgaben, die vermeintlich weniger anspruchsvoll wirken, seriös und pflichtbewusst lösen.“
Träger sieht seine Mannschaft dabei durchaus in der Pflicht: „Die Mädels wissen, dass sie sich ein bisschen mehr strecken müssen, um Woche für Woche eine solide und zufriedenstellende Leistung zu bringen. Das gestern war ein Anfang, mehr aber auch nicht.“
