Der flw24-Vorbericht zum 17. Spieltag: Wer krönt sich zum Herbstmeister?

©Thorsten Wagner

Der erste Titel der Saison wird vergeben: Wir suchen die Herbstmeister 2016/2017! Während in einigen Ligen schon die Entscheidung gefallen ist, muss in anderen Ligen nochmal 90 Minuten um den Titel gekämpft werden. Wer die besten Titelchancen hat, erfahrt ihr im flw24-Vorbericht.

Hessenliga:

In der Hessenliga war die Vorrunde bereits in der Vorwoche beendet - der Herbstmeister stand schon länger fest: Der SC Hessen Dreieich hat in der Hinrunde keinen Zweifel daran gelassen, dass er nächstes Jahr in der Regionalliga beheimatet sein wird. Vierzehn Siege bei nur zwei Niederlagen sowie zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiten sprechen eine deutliche Sprache. Der SV Rot-Weiß Hadamar hat die Hinrunde auf Platz sieben beendet mit einer positiven Bilanz von sieben Siegen, fünf Unentschieden und vier Niederlagen. In Abstiegsnöte sollten die Fürstenstädter in diesem Jahr nicht geraten, nach vorne erscheint zumindest Rang drei möglich, der derzeit fünf Punkte entfernt liegt, wobei die Rot-Weißen noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Am Wochenende empfangen die Mannen von Trainer Florian Dempewolf den OSV Vellmar, der von acht Auswärtspartien nur sieben Punkte mit nach Hause bringen konnte. Zwar haben die Hadamarer auch nur neun Punkte in sieben Heimspielen eingefahren, gehen aber trotzdem als Favorit ins Spiel.

Verbandsliga:

Hinrundenkehraus in der Verbandsliga: Der TuS Dietkirchen kann ganz entspannt in das Heimspiel gegen den FV Biebrich gehen, hat man doch alle Skeptiker widerlegt und bis zum heutigen Tag eine bärenstarke Hinrunde gespielt, deren Lohn Rang vier ist. Gegner Biebrich in der Fremde erst sechs Punkte in acht Partien gesammelt – ein positiver Hinrundenabschluss ist also definitiv drin für den TuS. Weniger erfreulich verlief die Vorrunde für den FC Dorndorf, der große Abstiegssorgen hat. Am Samstag reist der FC zum FSV Braunfels, der zuhause erst einmal verloren hat. Ein hartes Stück Arbeit kommt also auf die Schützlinge von Trainer Friedel Müller zu, für das FCD-Berichterstatter Joachim Lahnstein das richtige Motto vorgibt: „Jetzt erst recht“. Als Herbstmeister steht der SC Waldgirmes bei fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger Zeilsheim bereits fest.

Gruppenliga:

Der Herbstmeister der Gruppenliga Wiesbaden wird aus unserem Fußballkreis kommen. Fragt sich nur, ob der FC Waldbrunn die Tabellenspitze im Heimspiel gegen den SC Meso-Nassau Wiesbaden verteidigt oder ob der SV Rot-Weiß Hadamar II noch vorbeiziehen kann, einen Derby-Heimsieg gegen den RSV Weyer vorausgesetzt. Die Waldbrunner werden allerdings kaum etwas anbrennen lassen: Gegner Meso-Nassau ist mit drei Punkten aus sieben Spielen Vorletzter der Auswärtstabelle, während das Mehr/Moritz-Team mit 20 Punkten aus acht Spielen die Heimtabelle anführt. Auch die Hessenliga-Reserve der Hadamarer ist heimstark und hat noch keinen Kontrahenten mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren lassen. Das will der RSV Weyer ändern, auch wenn er bislang auf fremden Plätzen ein gerngesehener Gast ist, der brav die Punkte dort lässt. Die Weilersberger können jeden Punkt im Abstiegskampf gebrauchen und werden den Hadamarern ein Derby liefern, das diese Bezeichnung verdient. Dass die Gruppenliga eine andere Hausnummer als die Kreisoberliga darstellt, musste die SG Kirberg/Ohren/Nauheim in der Hinrunde anerkennen. Zwar verkaufte sich der Aufsteiger meist teuer, konnte bis heute trotzdem erst zwölf Punkte einfahren und liegt damit schon sieben Punkte hinter dem rettenden Ufer, an dem sich der kommende Gegner Hellas Schierstein momentan aufhält. Soll die Hoffnung auf den Klassenerhalt neue Nahrung erhalten, ist ein Sieg für die Enderich-Elf Pflicht.

Kreisoberliga:

Die Entscheidung um den inoffiziellen Herbstmeister-Titel fällt zwischen der SG Merenberg und dem RSV Würges. Die SG Merenberg hat derzeit die „Pole Position“ inne und kann mit einem Sieg beim TuS Dehrn (Spiel findet in Runkel statt) alle Zweifel beseitigen. Verfolger Würges muss erstmal selbst beim TuS Dietkirchen II bestehen und zusätzlich auf einen Ausrutscher der Merenberger hoffen. Ganz nah dran an diesem Duo ist der TuS Obertiefenbach, der aufgrund des schwächeren Torverhältnisses nicht mehr in den Kampf um die Herbstmeisterschaft eingreifen kann. Der TuS empfängt am Wochenende einen anderen TuS, nämlich den aus Waldernbach. Dieser wiederum belegt momentan den Relegationsplatz und kann jeden Punkt im Abstiegskampf gebrauchen. Selbiges gilt für die anderen Kellerkinder Heringen/Mensfelden (in Mengerskirchen), Selters (in Elz) und Eschhofen (beim FC Waldbrunn II), die alle auswärts ran müssen. Schlusslicht Dauborn/Neesbach empfängt derweil den Aufsteiger aus Niederbrechen und peilt einen ganz wichtigen Dreier an, mit dem zum Hinrundenende sogar der Sprung auf den Relegationsplatz gelingen könnte.

A-Liga:

Normalerweise lässt die SG Oberlahn beim VfR Niedertiefenbach nichts anbrennen und tütet die Herbstmeisterschaft ein. Aber: der VfR ist im Aufwind und hat aus den letzten vier Spielen acht Punkte geholt. Der Tabellenführer sollte also gewarnt sein. Bei einem Patzer der SG stünde die TSG Oberbrechen parat, um sich mit einem Heimsieg über die SG Wirbelau/Schupbach ihrerseits die Winterkrone aufzusetzen. Aber: auch die SG Wirbelau/Schupbach hat sich gefangen, aus den letzten fünf Partien elf Punkte geholt und sich dadurch von den Abstiegsrängen etwas distanziert. Der drittplatzierte TuS Lindenholzhausen will seine starke Vorrunde mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Hangenmeilingen/Niederzeuzheim abrunden. Trainer Florian Betz sitzt trotz der schwierigen sportlichen Situation fest im Sattel und hat sich mit dem Verein schon auf die Fortsetzung des Engagements geeinigt. Wir finden: Ein schönes Zeichen der Kontinuität und Unaufgeregtheit! Die Abstiegskonkurrenten Dombach (gegen Weyer II), Weilmünster/Laubuseschbach (bei WGB Weilburg), Limburg 07 (in Erbach), Winkels/Probbach/Dillhausen (bei der SG Villmar/Aumenau) und die SG Nord (gegen Ahlbach/Oberweyer) bekommen es allesamt mit Mannschaften aus der ersten Tabellenhälfte zu tun.

B-Liga:

Der SV Thalheim geht als Primus in den letzten Hinrundenspieltag und sollte sich durch einen Heimsieg gegen den SC Ennerich die Herbstmeisterschaft sichern. Verfolger FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach hat beim heimstarken SV Rot-Weiß Hadamar III eine hohe Hürde zu überspringen. Sollte die FSG die Hürde reißen, könnte der FC Dorndorf mit einem Sieg beim schwächelnden FC Rubin (nur ein Punkt aus den letzten fünf Spielen) auf Platz zwei springen. Der SV Bad Camberg will nach der Punktteilung in der Vorwoche diesmal wieder dreifach punkten, was bei Schlusslicht Gaudernbach/Hasselbach auch gelingen sollte.

C I:

Die Frage nach dem Herbstmeister hat der FC Steinbach bereits in der Vorwoche mit dem vierzehnten Sieg im vierzehnten Spiel beantwortet. An diesem Wochenende empfangen die Steinbacher mit dem SV Wilsenroth die Mannschaft, die als einzige halbwegs Schritt halten kann. Hinter diesen beiden stehen der FV Weilburg (gegen den SV Münster) und die FSG Runkel (beim SV Allendorf) vor Pflichtaufgaben. Spannung verspricht das Gastspiel des TuS Löhnberg beim FSV Würges, denn bei einem Sieg pirschen sich die Löhnberger bis auf einen Punkt an die Würgeser heran. 

C II:

Die SG Heringen/Mensfelden II konnte sich ebenfalls schon in der Vorwoche die Krone des Halbzeitmeisters aufsetzen. Bei vier Punkten Rückstand kann die zweitplatzierte SG Niedershausen/Obershausen II den Tabellenführer nicht mehr von der Spitze verdrängen, selbst wenn dieser im Topspiel beim fünftplatzierten SV Mengerskirchen II verlieren sollte. Die SG N/O erwartet ihrerseits den TuS Frickhofen II, der auf Platz sechs liegend selbst an die Tür zu den Aufstiegsrängen klopft, auf dem Niedershäuser Hybridrasen. Auf Rang drei liegt die FSG Dauborn/Neesbach, die den FCA Niederbrechen III empfängt. Der SV Elz auf Rang vier hat am Wochenende spielfrei.

C III:

Nicht alles, aber zumindest die Herbstmeisterschaft ist auch in der C III schon entschieden: Der TuS Linter ist zur Rundenhalbzeit nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Am Wochenende reist der Tabellenführer zum TuS Eisenbach II (Rang acht). Ähnlich schwere Aufgaben haben die Verfolger aus Lindenholzhausen (gegen Hangenmeilingen/Niederzeuzheim II, Rang zehn), Oberbrechen (gegen Wirbelau/Schupbach II, Rang sieben) und Oberlahn (bei der SG Dehrn/Niedertiefenbach, Rang neun) zu lösen. Einzig die fünftplatzierte SG Villmar/Aumenau hat auf dem Papier beim Heimspiel gegen die SG Winkels/Probbach/Dillhausen II (Rang 16) eine leichte Aufgabe.