Der SC Freiburg hat im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Beim belgischen Vertreter KRC Genk unterlagen die Breisgauer in einer intensiven und körperbetonten Partie mit 0:1. Neben dem Gegentor musste Freiburg auch einige harte Zweikämpfe und eine verletzungsbedingte Auswechslung verkraften.
KRC Genk – SC Freiburg 1:0 (1:0)
Früher Jubel – und ein Wirkungstreffer für die Gastgeber
Der SC Freiburg startete engagiert in das Achtelfinal-Hinspiel und zeigte früh, dass man sich vor der Kulisse in Genk nicht verstecken wollte. Bereits nach wenigen Minuten bot sich die erste große Szene: Nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo verlängerte Matthias Ginter den Ball geschickt in den Strafraum, wo Johan Manzambi aus kurzer Distanz einschob. Der Jubel der Freiburger Anhänger währte jedoch nur kurz, denn der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen.
Die Breisgauer ließen sich davon zunächst nicht entmutigen und blieben in der Anfangsphase präsent. Manzambi tauchte wenig später erneut gefährlich vor dem Tor auf, doch die Defensive der Gastgeber konnte im letzten Moment klären. Während Freiburg zunächst mehr Spielanteile hatte, arbeitete sich Genk nach und nach in die Partie hinein.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Belgier besser in die Zweikämpfe und nutzten die Räume, die sich im Freiburger Defensivverbund öffneten. In der 24. Minute schlug die Mannschaft von Trainer Wouter Vrancken schließlich zu. Kapitän Bryan Heynen setzte sich im Mittelfeld durch und bediente Zakaria El Ouahdi, der aus spitzem Winkel mit einem wuchtigen Abschluss zur Führung traf.
Der Treffer brachte den Gastgebern deutlich mehr Sicherheit. Freiburg hatte in dieser Phase Schwierigkeiten, wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Immer wieder gelang es Genk, gefährlich in die Freiburger Hälfte vorzustoßen. Konstantinos Karetsas hätte sogar erhöhen können, setzte seinen Versuch jedoch knapp neben das Tor.
Offensiv tat sich Freiburg nun schwer, klare Chancen herauszuspielen. Die Zweikämpfe wurden zunehmend intensiver, und der Spielfluss litt spürbar unter vielen Unterbrechungen. Kurz vor der Pause sorgte Yuito Suzuki immerhin noch einmal für Aufregung, als sein abgefälschter Schuss an den Außenpfosten prallte. Trotz dieser Gelegenheit ging der Sport-Club mit einem knappen Rückstand in die Kabine.
Viel Kampf, harte Fouls und zu wenig Torgefahr
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Freiburg zunächst etwas entschlossener und versuchte, mehr Druck in Richtung gegnerisches Tor aufzubauen. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster suchte vor allem über die Außenbahnen den Weg nach vorne. Dennoch blieb Genk defensiv stabil und ließ nur wenig zu.
Eine spektakuläre Szene ereignete sich rund fünf Minuten nach Wiederanpfiff: Nach einer Hereingabe ging Matthias Ginter entschlossen zum Ball, prallte dabei jedoch heftig mit Genks Torhüter Tobias Lawal zusammen. Der Innenverteidiger blieb kurz liegen, konnte nach Behandlung aber weiterspielen.
Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie immer ruppiger. Besonders bitter traf es Jan-Niklas Beste, der nach einem Zweikampf einen Ellenbogentreffer im Gesicht abbekam und mit einer sichtbaren Verletzung an der Augenhöhle ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Cyriaque Irié ins Spiel.
Die vielen harten Zweikämpfe prägten nun das Bild der Partie. Freiburg versuchte zwar weiterhin, Struktur in sein Offensivspiel zu bringen, fand aber kaum Lücken in der kompakten Genker Defensive. Die Belgier konzentrierten sich zunehmend darauf, die knappe Führung zu verteidigen.
Die Breisgauer kamen nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Oft blieb es bei Flanken aus dem Halbfeld, die jedoch meist sicher von Torhüter Lawal abgefangen wurden. Erst in der Nachspielzeit bot sich noch einmal eine aussichtsreiche Gelegenheit: Igor Matanović kam im Strafraum zum Abschluss, doch auch diesen Versuch parierte der Genker Schlussmann.
So blieb es am Ende bei der knappen Niederlage für den SC Freiburg. In einer von vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen geprägten Partie gelang es den Breisgauern nicht, den Rückstand noch auszugleichen. Damit geht Freiburg mit einem 0:1 ins Rückspiel, das in einer Woche im heimischen Stadion stattfinden wird – dort will der Sport-Club mit Unterstützung der eigenen Fans das Viertelfinale doch noch erreichen.
