Ein spektakuläres 3:3 beim FC Eddersheim beendet das Fußballjahr der SG Runkel/Brechen/Weyer. In einem rasanten Spiel mit Chancen im Minutentakt zeigte die SG eine starke Offensivleistung, ließ aber den entscheidenden Punch liegen. Trotz des verpassten Sieges überwiegt der Stolz auf eine deutlich sichtbare Weiterentwicklung im Jahr 2025.
FC Eddersheim – SG Runkel/Brechen/Weyer 3:3 (1:2)
(Sonntag, 30. November 2025 - 17:30 Uhr / Kunstrasenplatz in Eddersheim)
Wer sich am letzten Spielabend des Jahres auf dem engen Kunstrasen in Eddersheim eingefunden hatte, wurde Zeuge eines Duells, das den Charakter eines letzten, wilden Jahresausklangs trug. Die SG Runkel/Brechen/Weyer startete mutig, präsent, beinahe druckvoll – und belohnte sich umgehend. Bereits nach drei Minuten fasste sich Chiara Stillger ein Herz und schweißte einen Zuspiel von Franzi Falk volley ins Tordreieck – ein Treffer, der sinnbildlich für den offensiven Esprit der SG an diesem Abend stand.
Nur wenige Minuten später stellte eben jene Franzi Falk selbst auf 0:2, als sie im direkten Duell mit der FCE-Keeperin eiskalt blieb und den Ball ins lange Eck schob. Ein Start nach Maß, der jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass auch Eddersheim in den Zwischenräumen gefährlich aufblitzte. Nach 15 Minuten war es Janine Meurer, die eine dieser Möglichkeiten zum Anschlusstreffer nutzte.
Die SG blieb zwar spielbestimmend, scheiterte jedoch mehrfach an der glänzend aufgelegten Torhüterin Anne Sieber. Mit einem 2:1 zugunsten der Gäste ging es in die Pause – ein Zwischenstand, der auch höher hätte ausfallen können.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel endgültig zum offenen Schlagabtausch. Beide Teams warfen alles nach vorne, es ging im Sekundentakt in die Strafräume. Tamara Lutschert traf nach 61 Minuten sehenswert vom linken Strafraumeck zum verdienten 2:2. Doch die SG fand die passende Antwort: Eine Ecke von Kira Marton segelte punktgenau auf den Kopf von Luna Oppermann, die den Ball zur erneuten Führung einnickte.
Nur zwei Minuten später schlug Eddersheim zurück – Helen Schmitt traf mit einem satten Schuss aus 25 Metern zum 3:3-Ausgleich und setzte damit den Schlusspunkt unter eine hochintensive Partie.
In der Schlussphase lag der Sieg auf dem Fuß der Gäste, doch die glänzend aufgelegte Eddersheimer Torfrau entschärfte gleich zweimal starke Abschlüsse der wirbelnden Kathi Hopf – bei strömendem Regen, in entscheidenden Momenten. Es blieb beim Remis.
Gemessen an Spielanteilen, Aufwand und Fülle klarer Möglichkeiten fühlt sich das 3:3 aus SG-Sicht wie ein verschenkter Sieg an – ähnlich wie das 2:2 im Hinspiel. Und dennoch: Der Blick auf das Gesamtjahr 2025 fällt positiv aus. Die Mannschaft hat sich spielerisch sichtbar weiterentwickelt, wirkt gefestigt und mutig, hat ihre Handschrift geschärft und geht mit klaren Zielen in die Winterpause.
„Wenn wir die Energie und Entwicklung der letzten Monate mitnehmen, werden wir nach der Winterpause die Punkte holen, die wir für unser Saisonziel brauchen“, resümiert SG-Trainer Rouven Träger.
