Anzeige

FLW24 - SERIE: MEIN UNVERGESSLICHES FUSSBALLERLEBNIS / Estadio Tomas Adolfo Duco, Buenos Aires

Philipp Kunz war Ende 2019 in Argentinien - was zu seinem persönlich unvergesslichen Fußballerlebnis wurde. (Bildquelle: P. Kunz)

Kunstwerke zieren die Wände des Estadio Tomás Adolfo Ducó in Buenos Aires. (Bildquelle: P. Kunz)

Sitze aus Beton sind in den Stadien in Argentinien keine Seltenheit. (Bildquelle: P. Kunz)

Die "La Banda de la Quema" von Huracan hält Einzug in die Kurve... (Bildquelle: P. Kunz)

Traditioneller Anblick in den südamerkanischen Stadien - die Bändern, die über die kompletten Kurvenblock gespannt sind. (Bildquelle: P. Kunz)

Da wird jeder Groundhopper neidisch: Das Stadion von CA Huracan ist bekannt für seine Rakete, die auf der Gegengerade steht. (Bildquelle: P. Kunz)

Einen weiteren Teil unserer Serie „Mein unvergessliches Fußballerlebnis“ bildet der heutige Rückblick von 
Philipp Kunz, einem Groundhopper aus dem benachbarten Dillenburg-Frohnhausen.
Philipp berichtet uns von seinem Erlebnis auf dem südamerikanischen Kontinent – wo weniger das Ergebnis sondern mehr das Erlebnis im Mittelpunkt stand.

 

NAME, VORNAME:  

Kunz, Philipp

WOHNORT:

Dillenburg-Frohnhausen


DATUM DES SPIELS:

20. Oktober 2019

ORT DES SPIELS / STADION:

Buenos Aires, Estadio Tomás Adolfo Ducó

SPIEL / BEGEGNUNG:

CA Huracán - CA San Lorenzo de Almargro 2:0

ZUSCHAUER:

33.000

AUFSTELLUNG HURACAN:

Silva, Araujo, Bareiro, Salcedo, Merolla, Ibanez, Bogado, Gomez, Barrios (74. Coniglio), Garro (64. Bettini), Briasco (78. Catello).

AUFSTELLUNG CA SAN LORENZO:

Navarro, Colliccini, Arias, Peruzzi, Pitton, Belluschi (46. Romero), Poblete, Pitton, Cerutti (57. Diaz), Romero, Fertoli (78. Barreiro).

SCHIEDSRICHTER: 

F. Espinoza

TORE: 

1:0 Lucas Barrios (26.), 2:0 Fernando Coniglio (83.).


WARUM WAR ES FÜR DICH DAS UNVERGESSLICHE FUSSBALLERLEBNIS? 

„Ein Trip nach Argentinien im Oktober 2019 war für mich eins der besonderen Fußballerlebnisse“, berichtet uns Philipp Kunz. „In der argentinischen Primera Division stand im Oktober 2019 für mich persönlich ein toller Ground auf dem Plan.“

Vor dem Tomás Adolfo Ducó herrschte bei unserer Ankunft bereits ein riesiges Polizeiaufgebot, immer wieder stiegen gleich mehrere Drohnen auf, um die Aktivitäten im Viertel zu beobachten.

Ständig erklang irgendwo eine Polizeisirene – „und das alles obwohl auch hier keine Gäste zugelassen sind“, erzählt Philipp weiter.
„Wir betraten das Stadion durch den Eingang der Haupttribüne". Schon beim Betreten schlug mir die Historie des Vereins förmlich ins Gesicht. „Da hingen alte und neuere Trikots sowie etliche Bilder im Stadion“. Auf der Tribüne herrschte freie Platzwahl, daher zog es uns in die letzte Reihe. Hier gab es keine Plastiksitze, sondern aus Beton gegossene Sitze. „Wie geil ist das bitte?!“
Insgesamt ist und war die ovale Schüssel mit der „Rakete“ auf der Gegengerade, dem Schriftzug „Huracán“ und dem Ballon in den Kurven mehr als nur ein Hingucker.
„Mir läuft heute noch der Sabber aus dem offenen Mund, wenn ich mich daran erinnere. Ganz ehrlich, der Groundhopper, der hier nicht ein bisschen feucht im Höschen wird, der hat sein Hobby nie geliebt!“

So langsam füllte sich dann das Teil und schon früh waren von außen die Jungs und Mädels der La Banda de la Quema mit Trommeln und Trompeten zu hören. Kurz vor dem Anpfiff dann der geschlossene Einzug durch den gesamten Block – einfach nur geil, unbeschreiblich! 
Hierbei kommt die Fangemeinde von außen und zieht geschlossen bis zum Platz in der Mitte in den Block. Die typischen südamerikanischen Bänder waren durch den Block gespannt und von Beginn an wurde lautstark gesungen.
 
Huracán war deutlich schlechter in die Saison gestartet als der Nachbar, doch das wollte man an diesem Tag offenbar vergessen machen. Nach gut einer halben Stunde traf der Ex-Dortmunder Lukas Barrios zum 1:0. Wahnsinn was da dann im kompletten Oval, aber im Besonderen in der Kurve los war. Alle rasteten völlig aus und packten auch bei der Lautstärke noch etliche Dezibel drauf. Auch in der Folge war Huracan die bessere Mannschaft. Als man dann kurz vor dem Ende das 2:0 erzielte, gab es kein Halten mehr! Alle flippten völlig aus. Bis auf meinen Sitznachbarn, welcher damit sofort als Nichthuracanista entlarvt und böse beschimpft wurde. Insgesamt einfach der Wahnsinn diese Emotionen! Bei jeder Schiedsrichterentscheidung sprangen 40 Leute an den Zaun und das nicht nur in der Barra. Diese Leute lieben ihren Verein wirklich mit Haut und Haaren. „Das muss man einfach mal erlebt haben“, erklärt uns Philipp.

Völlig geflashed suchten wir uns nach dem Spiel ein Taxi nach Hause. Dort haben wir den Tag nebenan bei guten Burgern und dem ein oder anderen Kaltgetränk ausklingen lassen!  GEIL, aber ich glaube das hatte ich schon mal gesagt… ;-)


Wir bedanken uns bei Philipp Kunz für die spannenden Einblicke und tollen Bilder und wünschen weiterhin viel Freude beim Sammeln von Grounds...