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Nachbericht / Vorbericht der EM-Gruppen C und D

Nachbericht zur EM-Gruppe C
 

Österreich – Nordmazedonien (Gruppe C)

Natürlich gingen die Österreicher, allein aufgrund der zahlreichen namhaften Spieler im eigenen Kader, als Favorit in die Partie gegen die Nordmazedonier, für die es gleichzeitig das erste Spiel bei einer Europameisterschaft in der Geschichte der Nationalmannschaft war.

Rückblickend gestaltete sich die Partie dennoch sehr ausgeglichen und umkämpft. Die Österreicher rissen in den ersten Minuten das Spiel durch viel Ballbesitz an sich, agierten dennoch in der Offensive häufig mit langen Bällen. Eben einer dieser langen Bälle, in diesem Fall gespielt vom Leipziger Sabitzer, sollte in der 18. Minute die Führung für die „Ösis“ bedeuten. Lainer verwerte diesen einwandfrei mit der Innenseite. Infolgedessen war häufig der Stuttgarter Kalajdzic Anspielziel in der Spitze. Überraschender noch als die Österreicher Führung, der plötzliche Ausgleich der Nordmazedonier. Niemand geringeres als der 37-jährige Goran Pandev sollte das erste EM-Tor für sein Land erzielen, nachdem ein Klärungsversuch vom Frankfurter Hinteregger deutlich in die Hose ging.

Die Halbzeitansprache des nordmazedonischen Trainers Angelovski schien seine Spieler zu beflügeln, die nämlich drehten nach Wiederanpfiff ordentlich auf und drängte die Österreicher bis zur 60. Minute ordentlich in die eigene Hälfte. Dann jedoch bewies Franco Foda mit der Einwechslung von Gregoritsch und Arnautovic ein goldenes Händchen. Erster sollte in Minute 78 vom nun offensiver agierenden Alaba bedient werden. Beim Führungstreffer zum 2:1 musste Gregoritsch nur noch den Fuß reinhalten. Die Nordmazedonier schmissen nun alles nach vorne, sollten dafür jedoch eine Minute vor Spielschluss durch den zweiten Einwechselspieler Arnautovic bestraft werden, der vor dem Tor eiskalt blieb und zum 3:1 Endstand vollendete.

Ein 3:1 Sieg zeichnete sich lange Zeit nicht ab, die taktische Änderung im zweiten Drittel der Partie war jedoch ein Schlüssel zum Erfolg und könnte für die ein oder andere Umstellung im zweiten Spiel sorgen.
 

 Statistik 
ÖSTERREICH NORDMAZEDONIEN
3Tore1
10Torschüsse7
556gespielte Pässe333
466angekommene Pässe241
90Fehlpässe92
84Passquote %72
63Ballbesitz %37
50Zweikampfquote %50
13Foul gespielt16
16gefoult worden13
1Abseits0
4Ecken0
   

 

Niederlande – Ukraine (Gruppe C)

Die Niederländer starten nach einem absoluten Nervenkrimi in den Schlussminuten erfolgreich in die EM. Der Wolfsburger EM-Neuling Wout Weghorst sollte dabei eine besondere Rolle spielen.

Die erste Halbzeit wurde geschmückt mit vielen Torchancen vor allem seitens der Niederländer, die schon früh die Weichen hätten stellen können. Depay, Wijnaldum, Weghorst und Dumfries vergaben diese jedoch, sodass es torlos in die Halbzeit ging. Nach dieser sollte es jedoch spektakulär werden und es folgte die wohl beste Halbzeit des bisherigen Turniers.

Keine sieben Minuten waren vergangenen, da konnte der ukrainische Keeper Bushchan den Ball, zur Freude von Wijnaldum, nur in die Mitte klären. Dieser blieb aus 12 Metern eiskalt und haute das Leder unter den Querbalken. Weitere sieben Minuten später feierte Wout Weghorst seinen ersten großen EM-Moment. Den Ball plötzlich auf dem Fuß, agierte er gedankenschnell und versenkte zur 2:0 Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte man den Eindruck, dass in diesem Spiel nicht mehr anbrennen wird, doch man sollte die Rechnung ohne den Ex-Dortmunder Yarmolenko machen. Nach einem kurzen Sololauf legt sich der Ukrainer Offensivmann den Ball auf den linken, zieht ab und verwandelt traumhaft zum Anschlusstreffer. Den Ukrainern war deutlich anzumerken, dass dieser Treffer neue Energie freisetzte und so kam es, dass Yaremchuk nach einem Freistoß in der 79. Minute genau richtig stand und zum 2:2 ausglich.

Die Holländer schienen nach dem Ausgleich wieder zurück im Spiel angekommen zu sein und legten nochmal eine Schippe drauf. Nach dieser ersten Halbzeit und dem furiosen Auftritt zu Beginn der zweiten Halbzeit wäre alles andere als 3 Punkte für die „Oranje“ eine Enttäuschung. Ein letztes Aufbäumen sollte in Minute 85 belohnt werden. Flanke Aké, Kopfball Dumfries und drin ist die Kugel. 3:2 Holland.

Den Niederländern gelang es im Anschluss das Ergebnis über die Zielgerade zu bringen. Für die kommenden Partien sollte man sich jedoch merken, dass eine 2:0 Führung, vor allem bei einer Europameisterschaft kein Grund ist, sich in Sicherheit zu wiegen.

 

 Statistik 
NIEDERLANDE UKRAINE
3Tore2
15Torschüsse7
661gespielte Pässe414
593angekommene Pässe339
68Fehlpässe75
90Passquote %82
62Ballbesitz %38
45Zweikampfquote %55
8Foul gespielt8
8gefoult worden7
2Abseits1
5Ecken1
   

 

Vorbericht Gruppe C

Für Österreich geht es im am Donnerstagabend um 21 Uhr nun gegen die Oranje. Nach dem späten Spannungsaufbau im Spiel gegen die Ukraine sollten die Niederländer nun gewarnt davor sein, sich frühzeitig in Sicherheit zu wiegen. Mit Österreich erwartet das Team von Frank de Boer eine deutlich namhaftere Truppe, die im ersten Spiel gegen Nordmazedonien bewies, dass Sie in der Lage ist mit hohem Tempo über die volle Distanz zu gehen und später Tore zu erzielen. Der 3:1 Sieg brachte den Mannen von Franco Foda zudem eine Menge Selbstvertrauen für die restlichen Partien der Gruppenphase.

Mittags um 15 Uhr trifft bereits Nordmazedonien in Bukarest auf die Ukraine. Aufgrund der starken Leistung vor allem gegen Ende der Partie, gehen die Ukrainer als Favorit in die Partie. Die Nordmazedonier brauchen sich aufgrund ihres beherzten Auftritts im ersten Gruppenspiel jedoch nicht verstecken. Sollte die Ukraine die Punkte jedoch zuhause in Bukarest lassen, so darf man gut und gerne von einem Showdown um den sicheren Platz 2 in Gruppe C am letzten Spieltag zwischen den Österreichern und der Ukraine rechnen.

 

 

Nachbericht zur EM-Gruppe D
 

England – Kroatien (Gruppe D)

Zum Auftakt der EM bekamen die Three Lions einen harten Brocken vor die Tür gesetzt. Vize-Weltmeister Kroatien, zuletzt mit einer schwächeren Phase war in Wembley zu Gast. Dennoch wusste die Mannschaft von Gareth Southgate sich durchzusetzen und startete erfolgreich in die Europameisterschaft.

Mit drei ehemaligen Bundesligaspielern in der Startformationen zogen die Kroaten in das Spiel. Die Rede ist von Perisic-Rebic-Kramaric. Doch diese spielten zu Beginn der Partie keine wichtige Rolle. Vielmehr wirbelten die Engländer durch die Hälfte der Kroaten, sodass Phil Foden bereits nach 6 Minuten am Alu scheiterte. Überhaupt hatten die Kroaten die schnellen Außen der Three Lions kaum im Griff und Foden in Kombination mit Sterling machten ordentlich Wind. Nach einer wahnsinnig unterhaltsamen Anfangsviertelstunde kehrte jedoch bis zum Pausentee Ruhe ein und es boten sich kaum noch Highlights.

Auch in Halbzeit zwei taten sich die Engländer zunächst weiter schwer, doch in Minute 60 kehrte tosender Lärm ins Wembley ein. Nachdem Phillips sowohl den zukünftigen Leipziger Gvardiol als auch Caleta-Car hinter sich ließ, landete seine Hereingabe punktgenau bei Sterling, der aus 11 Metern, noch leicht abgefälscht, in die Maschen versenkte. Zahlreiche Chancen um die Führung auszubauen boten sich den Engländern im Anschluss, blieben jedoch ungenutzt. Mit der Einwechslung des Dortmunder Youngsters Jude Bellingham stand nun der jüngste EM-Akteur aller Zeiten auf dem Platz, am Ergebnis änderte dies jedoch nichts mehr, sodass die Three Lions mit einem 1:0 Erfolg über Kroatien erfolgreich ins Turnier starteten.

 

 Statistik 
ENGLAND KROATIEN
1Tore0
8Torschüsse8
453gespielte Pässe457
381angekommene Pässe384
72Fehlpässe73
84Passquote %84
50Ballbesitz %50
46Zweikampfquote %54
9Foul gespielt10
9gefoult worden8
2Abseits2
1Ecken1
   

 

Tschechien – Schottland (Gruppe D)

Haben wir vielleicht schon jetzt das Schönste Tor der EM gesehen? Was war das Bitte für ein Kracher vom Leverkusener Patrik Schick, der das Leder aus 45 Metern, über Torhüter Marshall hinweg im Netz versenkte. Doch die Schotten hat trotz der Niederlage kein schlechtes Spiel abgeliefert, schossen sogar doppelt so oft aufs Tor wie die Tschechen. Was fehlte war jedoch die letzte Konsequenz vorm Tor.

Zahlreiche Chancen boten sich in der Partie für die Schotten, denkt man beispielsweise an den Lattentreffer von Hendry, doch zum Erfolg führte keine dieser. Die Tschechen dagegen blieben nicht nur eiskalt, sondern traf auch genau in den richtigen Momenten. Kurz vor der Halbzeit, die 42. Minute war haargenau, erzielte Schick sein erstes Tor nach Vorlage von Coufal, per Kopf. Mit breiter Brust betrat man die Kabine, mit breiter Brust verlies man die Kabine, denn anders lässt sich der selbstbewusste Versuch von Schick in Minute 52 aus 45 Metern nicht erklären, der den Tschechen die 2:0 Führung einbrachte, die gleichzeitig das Endergebnis bedeuten sollte.

Den Schotten fiel infolgedessen nichts mehr ein, um nochmal ein Stück weit Spannung zu erzeugen. So musste sich das Team um Schotten-Star Andrew Robertson mit 0:2 in den zweiten Spieltag verabschieden.

 

 Statistik 
SCHOTTLAND TSCHECHIEN
0Tore2
19Torschüsse10
471gespielte Pässe349
358angekommene Pässe242
113Fehlpässe107
76Passquote %69
58Ballbesitz %42
54Zweikampfquote %46
6Foul gespielt6
6gefoult worden6
1Abseits2
6Ecken6
   

 

Vorbericht Gruppe D

Die Engländer empfangen nun am zweiten Spieltag am Freitag um 21 Uhr den Inselnachbarn aus Schottland. In diesem Spielen könnte einiges an Feuer entfachen. Die Schotten, denen der Auftakt gegen die Tschechen misslang, müssen punkten, um nicht vorzeitig schon mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Die Engländer dagegen, die im zehnten Anlauf zum ersten Mal ein Auftaktspiel einer Europameisterschaft gewinnen konnten, würden mit einem Sieg beinahe alles klar machen und wären wohl sicher in der KO-Runde.

Für Kroatien geht es in Spiel bereits um Alles. Mit Tschechien erwartet den Vize-Weltmeister am Freitagabend um 18 Uhr eine Mannschaft, die die ganz große Chance hat, bereits vorzeitig die Weichen in Richtung KO-Runde zu stellen. Der 2:0 Sieg gegen die Schotten brachte eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein ein. Einem Entscheidungsspiel im letzten Match gegen England würde man wohl sehr gerne mit einem Sieg aus dem Weg gehen. Die Kroaten dagegen müssen punkten um weiter eine realistische Chance für das Weiterkommen in Gruppe D aufrechtzuerhalten.


Wir wünschen Euch auch heute einen schönen und spannenden EM-Tag.

Euer FLW24-Team