Anzeige

Vorstellung (Vorbericht) der EM-Gruppe B

Und weiter geht es mit der zweiten Gruppe bei der EM 2021 (2020) - der Gruppe B. Nachdem Italien im gestrigen Eröffnungsspiel bereits die erste Duftmarke gesetzt hat, sind wir gespannt, ob es in der Gruppe B genau so weiter geht. Nachfolgend möchten wir Euch die Mannschaften in dieser zweiten Gruppe vorstellen.
 

GRUPPE B: Belgien, Dänemark, Finnland, Russland

In dieser Gruppe dürften die Rollen relativ klar verteilt sein. Mit Belgien ist nicht nur der Favorit für den Gruppensieg genannt, sondern es handelt sich wohl hier auch um ein Team, dass sogar um den EM-Titel mitspielt. Dazu stoßen noch zwei mittelmäßige Teams (Dänemark und Russland) sowie ein EM-Neuling.

 

Belgien: Offensive Spitzenklasse – der Knackpunkt könnte die Abwehr werden

Eine „Goldene Generation“ kann das Team aus Belgien vorweisen. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez ist hochkarätig besetzt und konnte bei der letzten WM 2018 mit Platz 3 glänzen. Nach dem 2. Platz bei der EM 1980 zählt diese Platzierung, seit der Gründung des Verbands als größter Erfolg. Nominell betrachtet sind die Belgier laut FIFA-Weltrangliste auf Platz 1. Nun möchten die Jungs aber auch endlich einen Titel gewinnen um ihre Ära zu krönen. Mit Spielern wie den Hazard-Brüdern, Kevin de Bruyne (dem Kopf des Teams), Romelu Lukaku, Alex Witsel sowie Thibaut Courtois kann man mit den besten Mannschaften der Welt allemal standhalten und möchte ein Wort um den Titel mitreden. Hinzu kommen noch aufstrebende Talente wie den jungen Youri Tielemans, der sich bei seinem Heimverein Leicester City, schon lange etabliert hat. Belgien hat allerdings noch einen weiteren Trumpf. Das Team ist nicht nur auf seinen einzelnen Positionen sehr gut aufgestellt, sondern kann auch in der Kaderbreite einiges nachweisen, was bei einem großen Endrundenturnier sicherlich von einem großen Vorteil ist bzw. werden kann. Fazit: Es dürfte, wenn es normal läuft, kein Team den Belgiern den Gruppensieg streitig machen. Dafür ist die Mannschaft einfach viel zu stark besetzt und zu routiniert.

 

So spielte Belgien gegen seine Gruppengegner:
 

BELGIEN

Siege

Remis

Niederlagen

    

Dänemark

6

3

6

    

Finnland

3

4

4

    

Russland

6

2

4

 

DÄNEMARK: Vieles – vielleicht sogar alles – steht oder fällt mit der Leistung von Eriksen

Der größte sportliche Erfolg des Teams aus Dänemark ist vielen von uns noch bekannt, denn im Juli 1992 durfte der Nachrücker (Jugoslawien wurde damals aufgrund des Bürgerkriegs gesperrt) seinen ersten und einzigen Titel bei einem großen Endrundenturnier feiern. Das ist schon lange her und danach gab es eigentlich nichts mehr groß zu bejubeln. Bei der letzten EM 2016 nicht qualifiziert, davor auch ehr harmlos in der Vorrunde ausgeschieden. Lediglich 2004 konnten die Dänen bis ins Viertelfinale einziehen. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand, der als ein Idealist bekannt ist, kann eine ganz gute Besetzung vorweisen und könnte die Chance nutzen, in einer eher harmlosen Gruppe, bis ins Achtelfinale vorzudringen. Die Achse im Team wird von Torwart Schmeichel, dem Ex-Wolfsburger Simon Klaer in der Abwehr sowie dem Dreh- und Angelpunkt im zentralen Mittelfeld – Christian Eriksen – gebildet. Nach einer kleinen Formkrise bei seinem Verein Inter Mailand ist Eriksen aber wieder auf einem sehr guten Weg und nähert sich seiner Topform weiter an. Den Rücken bekommt Eriksen von seinen Mitspielern Höjbjerg (ehemals bei Bayern München, Augsburg und Schalke aktiv) sowie Thomas Delaney freigehalten, die das defensive Mittelfeld kontrollieren. Somit kann sich der feine Techniker voll und ganz auf seine Offensivqualitäten und eventuell einigen Geniestreichen konzentrieren. Die Extraklasse endet aber auch nun ganz schnell, denn an vorderster Front gibt es einfach keinen Spieler mit einem Weltklasseformat. Allerdings ist der Kader in der Breite sehr gut aufgestellt – was man auch als einen Vorteil werten kann.


So spielte Dänemark gegen seine Gruppengegner:
 

DÄNEMARK

Siege

Remis

Niederlagen

 

 

 

 

Belgien

6

3

6

 

 

 

 

Finnland

39

10

10

 

 

 

 

Russland

1

1

10

 

 

 

 

 

FINNLAND: Das erste große Endrundenturnier für den krassen Außenseiter

Unglaublich aber wahr – das Team aus Finnland hat bisher noch nie an einem großen Endrundenturnier teilgenommen und feiert bei dieser EM 2021 seine Premiere. Echte Stars – wie einst Sami Hyypiä oder ein Jari Litmanen - sucht man hier vergeblich, aber die braucht das Team von Trainer Markku Kanerva auch gar nicht, da man von dem Teamgeist und der Kompaktheit lebt. Viele Spieler stehen bei eher unbekannten Vereinen aus Dänemark, Schweden, Norwegen oder sogar Griechenland unter Vertrag. Allerdings sind auch ein paar bekannte Gesichter mit von der Partie. Mit Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen), Joel Pohjanpalo (Union Berlin) sowie dem Augsburger Fredrik Jensen, stehen drei Profis aus der Bundesliga im Kader.
Um hier die Stärken herauszufiltern müsste man sich schon einiges einfallen lassen, denn den einen herausragenden Spieler gibt es einfach nicht.
Zwar zählen Hradecky, Pukki, der Kapitän Sparv sowie der beim zyprischen Pafos spielende Paulus Arajuuri zu den Führungsspielern, die in den entscheidenden Momenten den Ton angeben, aber mehr als durchschnittliche Fußballklasse kommt einfach nicht dabei heraus. Die Mannschaft muss sich auf die Kompaktheit des gesamten Teams beschränken und hoffen, nicht unter die Räder zu kommen. Da sich der Großteil des Teams in eher unterklassigen Ligen aufhält, dürfte sich das fehlende Spieltempo, die Handlungsschnelligkeit, Athletik als auch die Cleverness bei der EM 2021 deutlich bemerkbar machen. Vielleicht kritisieren wir das unerfahrene Team hier aber zu Unrecht und wir werden am Ende eines Besseren belehrt. Warten wir es ab und freuen uns auf diese „unbekannte“ Mannschaft aus dem Norden.


So spielte Finnland gegen seine Gruppengegner:
 

FINNLAND

Siege

Remis

Niederlagen

 

 

 

 

Belgien

1

6

16

 

 

 

 

Dänemark

10

10

39

 

 

 

 

Russland

1

5

14

 

RUSSLAND: Viel Erfahrung oder doch überalterter Kader?

Das flächengrößte Land der Erde qualifizierte sich souverän für das Endrunden-Turnier: In zehn Spielen gelang Russland in einer Gruppe mit unter anderem Belgien und Schottland acht Siege. In Gruppe B gibt es nun das erneute Aufeinandertreffen mit Belgien. Das russische Team kann bei diesem Endrundenturnier auf zahlreiche Spieler mit sehr viel Erfahrung zurückgreifen – böse Zungen behaupten aber, dass es eher ein überalterter Kader ist als dass man von einer großen Erfahrung im positiven Sinn sprechen könnte. Bei der Heim-WM 2018 konnte sich die Mansnchaft vom aktuellen Trainer Stanislaw Tschertschessow noch bis ins Viertelfinale vorspielen, scheiterte dort aber später am Finalisten Kroatien mit 2:4. Die Problemzone und dauerhafte Baustelle des Teams ist schnell ausfindig gemacht und bleibt die Defensive. Im Mittelfeld und auch in den Angriffsreihen kann man sicherlich mit einigen Teams auf internationalem Niveau mithalten und auch einige Akzente setzen. Wichtig ist es aber, nicht in jedem Spiel immer wieder ein Gegentore zu erhalten. Auf einem zentralen Spieler lastet eine sehr große Verantwortung und Last – die Rede ist von Aleksandr Golovin. Die Form scheint allerdings wieder da zu sein, das konnte man auch in den letzten Monaten feststellen. Die letzten Tests gegen Polen (1:1) und Bulgarien (1:0) brachten ebenfalls eher positive Resultate mit sich. In der Offensive soll es der bullige Mittelstürmer von Zenit St. Petersburg - Artem Dzyuba - richten, der bei der Heim-WM 2018 glänzen konnte und sein Team durch seine Präsenz und Spielweise auf dem Platz mitreißen kann und auch soll. Wie sieht es nun mit einem Weiterkommen in dieser Gruppe B für Russland aus? Russland hat viele gute Spieler in seinen Reihen. Zugriff auf überragende Einzelkönner hat Tschertschessow allerdings nur bedingt. Man sollte niemals nie sagen, aber am Ende dürften die ersten Plätze wohl an die Teams aus Belgien und Dänemark gehen. Mit etwas Glück und einer mannschaftlich geschlossenen Leistung, ist eventuell auch der zweite Platz hinter dem Topfavoriten aus Belgien drin.


So spielte Russland gegen seine Gruppengegner:
 

RUSSLAND

Siege

Remis

Niederlagen

 

 

 

 

Belgien

3

2

15

 

 

 

 

Dänemark

10

1

1

 

 

 

 

Finnland

14

5

1

 

Wir sind gespannt, ob sich in der Gruppe B auch einge Überraschungen ergeben oder sich doch die Favoriten durchsetzen. Füe Spannung ist auch sicherlich in dieser Gruppe gesorgt. Viel Spaß und spannende Begegnungen !!!