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25 Jahre USA-Reise RSV Würges

General Sherman Tree im Sequoia-Nationalpark – der größte lebende Baum der Erde zwischen 1800 und 2500 Jahren alt. (Foto: RSV Würges)

Vor 25 Jahren Würgeser Invasion in die USA

„Go West“ hieß es vor einem Vierteljahrhundert für einen Tross von 44 Personen, die den Westen der Vereinigten Staaten erkunden wollten. Um eine Gruppe von 15 A-Junioren des RSV Würges scharten sich andere aus dem Freundeskreis des Traditionsklubs aus dem Südkreis, der im vergangenen Jahr sein 100jähriges Bestehen aus bekannten Gründen nicht entsprechend feiern konnte, dies aber nachzuholen beabsichtigt.

Ein Highlight im Fußballer-Leben

Der harte Kern waren die A-Jugendlichen, die am Ende über sechs Jahre von Ingo Hörning und Claus Coester als Trainerteam betreut worden waren. Ingo Hörning hatte Jahre zuvor als Jugendlicher die neue Welt bereits in kleinerem Umfang kennen gelernt. Da waren Mitspieler wie Jens „Hasso“ Hasselbächer, Stefan Kopp oder Frank Ochs dabei. 1996 war die Herde ungleich größer, die sich von Frankfurt über London nach San Francisco aufmachte.

Plansicher Vorbereitung

Jugendleiter Bernd Maurer und Ingo Hörning hatten die Expedition generalstabsmäßig mit der zu früh verstorbenen Iris Maurer geplant. Die Frau des früheren Würgeser Spielers Achim Maurer war als Reisekauffrau vom Fach und legte die Basis.

Man muss sich vorstellen, es gab noch kein Navi und kein Smartphone. Dennoch verlief die Reise ohne Panne. Acht Vans – damals sagte man noch „Kleinbusse“- schlängelten sich dann von San Francisco über einige tausend Kilometer südwärts und ins Landesinnere durch Kalifornien, Nevada und Arizona. Die Attraktionen und Stationen auch nur annähernd aufzulisten, würde den Rahmen des Berichtes sprengen. Nur so viel sei bemerkt: Bei den Universal Studios in LA wurde keiner der dortigen Produzenten trotz allen Talents, das die Mitglieder der deutschen Gruppe hatten, aufmerksam. Dass jemand aus dem Team damals einen Stern auf dem berühmten „Hollywood Walk of Fame“ bekommen hätte, gehört ins Reich der Fabeln.

Die Glitzerstadt unbeschadet überstanden

Es ist ein Gerücht, dass in Las Vegas einer aus der Reisegruppe das große Geld abgeräumt oder seine Kreditkarte über Gebühr strapaziert hat. Man übernachtete ja auch nicht im Luxor, Caesars Palace oder Bellagio, sondern in passablen Hotels in den Seitenstraßen des berühmten Las Vegas Strip. Aber die Glitzerwelt der Luxuspaläste lernten die deutschen Touristen doch kennen. Das Treffen mit Siegfried und Roy wurde leider vertagt. Das Artistenduo musste seinen Verpflichtungen im Mirage nachkommen. Die einarmigen Banditen in den Casinos und das Klirren der Dollars in den Eimern – ja das war schon was Besonderes. Da machten die jungen Kerle, die nur in Begleitung von Volljährigen mal reinschnuppern durften, große Augen.

Dass eine Kolonne von acht Vans an mancher großen Kreuzung für die eine oder andere Irritation bei den Einheimischen sorgte, versteht sich. Letzter Programmpunkt war San Diego und der Besuch in Sea World.

Dann ging es an der Pazifik-Küste nordwärts ein paar hundert Kilometer bis LA, von wo der Rückflug über London-Heathrow angetreten wurde. Dass der Anschlussflug nach Frankfurt wegen Verspätung verpasst wurde, war für die Heimkehrer kein Problem. Auch für solche Hürden waren die Organisatoren Bernd Maurer und Ingo Hörning bestens präpariert. Ein Transfer nach London- Gatwick war eine der leichtesten Übungen. Vom Airport im Süden Londons ging es dann mit Kathmandu-Airlines – in dem Flieger waren die Würgeser fast unter sich - in einer knappen Stunde direkt nach Frankfurt.

Für alle, die dabei waren, war es ein unvergessliches Erlebnis, besonders für die Jugendlichen. Denen hatte Würges-Gönner Herman-Josef Löw a la bonheur mit je 500 DM unter die Arme gegriffen.