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Grand Blamage im Parc de Princes

(Screenshot)

Wenn es das Guinessbuch der Schändlichkeiten im Sport noch nicht gibt, sollte es schnell eröffnet werden. In einem Desaster sondergleichen rasteten gestern Abend im Pariser Prinzenpark-Stadion etliche Fußballmillionäre aus. 5000 Zuschauer waren erstmals in der Pandemie zugelassen. In der 90. Minute kulminierte in einem Festival von roten und gelben Karten das Geschehen auf dem grünen Rasen. In der Summe zückte der Unparteiische ganze 17 Karten, 8 für PSG, 9 für Olympique. Der Champions-League-Finalist lag im Punktspiel gegen Olympique Marseille mit 0:1  zurück. Aus Gründen, die der Schiedsrichter und die Kameras in einer sicher folgenden Sportgerichtsverhandlung erklären werden, folgten nun in einem Verbund sechs Karten: zweimal knallrot (Neymar, Kurzawa) und einmal Ampelkarte (Paredes) für die Hauptstädter, Olympique mit einmal knallrot (Amavi), einmal Ampel (Benedetto). Nur der Niederländer Kevin Strootman kam in der finalen Kartenflut mit Gelb davon. Kompliment an den Referee Jerome Brisard, in diesem Wirrwarr den Überblick bewahrt zu haben. Wahrscheinich müssen die Fußballkriminologen im Studio bei der Identifizierung noch Feinarbeit leisten. „Neymar war natürlich wieder einmal dabei,“ werden jetzt viele – möglicherweise vorschnell - urteilen. Zu seiner Verteidigung twitterte der Brasilianer: „Schau dir diesen Rassismus an. Deshalb habe ich ihn geschlagen. Das einzige, was ich bedaure, ist, dass ich diesem Idioten nicht ins Gesicht geschlagen habe. Für die Kameras ist es leicht, meine Aggressionen zu zeigen. Aber jetzt möchte ich das Bild dieses Rassisten zeigen, der mich  Affensohn einer Hure genannt hat.“ Neymar hatte sich in der Schlussphase mit Marseilles Spanier Álvaro González Soberón beharkt. Komische Welt. Da bleibt einem eigentlich die Spucke weg..

 

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