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10.05.2018
Kategorie: Aktuelles, Kreispokal 1. Mannschaften, TopNews
Von: flw24 von Claus Coester

Hadamar holt standesgemäß den Kreispokal – Waldbrunn liefert gefälligen Kampf


Der SV RW Hadamar verteidigt souverän den Kreispokal Titel. Fotos: Dominik Groß

Jerome Zey ragte heute nicht nur aufgrund seiner beiden Toren heraus.

Nils Egenolf (li.) klärt vor Steffen Rücker.

Torjubel zum 5:0 für die Fürstenstädter.

FC Waldbrunn - SV RW Hadamar 2:5 (0:2)

Der diesjährige Kreispokalsieger im Fußballkreis Limburg-Weilburg heißt SV Rot-Weiß-Hadamar. Durch einen 5:2-Erfolg über den Verbandsligisten FC Waldbrunn konnte der Hessenligist seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen. Vor stattlicher Kulisse auf der Niederbrechener Sportanlage und bei guter Organisation des FCA Niederbrechen war der Sieg der Fürstenstädter nie ernsthaft in Gefahr. Dennoch verkaufte sich der Finalist aus Waldbrunn sehr gut.

Die Basis für den am Ende deutlichen Erfolg legte die Kierdorf-Elf sehr früh, als ein Eckball nicht komplett entsorgt werden konnte und Jerome Zey mit einem fulminanten Knaller den Ball von der seitlichen Strafraumgrenze für den machtlosen Marvin Göltl unerreichbar einnetzte. Damit war von letztlich sieben Treffern der spektakulärste bereits gefallen. 

Hadamar setzte die gefühlte Absicht, eine schnelle Entscheidung herbeizuführen, kaum 10 Minuten später in die Tat um. Markus Neugebauer bediente durch feinen Steilpass aus dem Halbfeld Marius Löbig. Der hatte nach solcher Mustervorarbeit keine Mühe, am herauseilenden Göltl vorbei einzuschieben. Der Hessenligist hatte durch die beiden Treffer bis dahin eine hundertprozentige Chancenauswertung verzeichnet. Selbstverständlich fand auch FCW statt. Die von den Spielerroutiniers Christian Mehr und Steffen Moritz betreuten Youngster agierten auch nach vorne und kamen durch Lukas Scholl in der 25. Minute zu einer beachtlichen Chance. Der Stürmer schloss – für ihn atypisch – mit dem ungewohnten rechten Fuß ab. Hadamar-Keeper Christopher Strauch hatte sich schon in eine Ecke orientiert, entschärfte den Ball aber durch eine reaktionsschnelle Fußabwehr. 

Vor dieser ersten Großchance hatten der Unparteiische sowie der  zuständige Assistent eine offensichtliche Wahrnehmungsstörung, als Steffen Moritz im Bereich des Mittelkreises von seinem Gegenspieler durch deutliches Textilvergehen daran gehindert wurde, seinen wenn auch sicher langen Alleinmarsch auf das Hadamarer Gehäuse zu starten. Je nach Regelauslegung ein Fall für Rot oder zumindest Gelb. Der Referee entschied sich für die dritte Variante „Seh nix-Hör nix-Sag nix“. Da half auch jeder berechtigte Protest nichts. Hadamar kam bis zum Pausenpfiff noch zu zwei dicken Möglichkeiten. Wieder einmal hatte gut aufgelegte Zey seine Füße im Spiel, dessen abgefälschter Abschluss über den Querbalken flog (35.). Benjamin Kretschmers Akrobatenlupfer konnte Robin Scholl noch gerade vor der Torlinie per Kopf klären (45.).

Die erste Phase nach Wiederanpfiff war gekennzeichnet von dem Bemühen des Verbandsligisten, ein schnelles Anschlusstor zu schießen. Steffen Moritz hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, seine Flanke konnte aber von Lukas Scholl mit dem Kopf nur knapp über das Tor gedrückt werden (51.). Mit dem Strafstoß zum 3:0 (Marvin Göltl hatte Steffen Rücker von den Beinen geholt) ließ Kretschmer dann die Glocken ausläuten (62.). 

Der Hessenligist startete in den nächsten Minuten einen Dauerbeschuss und schraubte das Ergebnis durch Löbig und erneut Zey auf 5:0 hoch. Erneut hatte sich das Schicksal von der ironischen Seite gezeigt. Bevor Löbig nach einem Konter auf 4:0 hochzog, hatte Steffen Rücker den eingewechselten Arne Breuer strafstoßverdächtig gefoult. Wieder bediente sich der Unparteiische der oben angedeuteten Methode des Pelztiers mit dem braunen Fell.

Trotz des erschlagenden 0:5 wollte es der Verbandsligist doch noch wissen und war um Ergebniskorrektur bemüht. Dass die Messe gelesen war, daran zweifelte auch er nicht. Aber toll, dass der FCW weiter Moral zeigte. Steffen Moritz hatte in der 82. Minute noch keine Fortune. Doch wenig später konnte Mustafa Metovic nach gelungener Kombination zwischen Moritz Steinhauer und Arne Breuer das erste Tor für FCW erzielen. Dem ließ Steffen Moritz nach Pass von Lukas Scholl in der 90. Minute einen weiteren Treffer folgen. Etwas Balsam für die Waldbrunner Fußballseele.

Unter dem Strich sah die Kulisse einen standesgemäßen Sieg der klassenhöheren Hadamarer in einem von beiden Seiten ansehnlichen und bemerkenswert fairen Schlagabtausch. Durch die frühen Tore und den weiteren Ausbau des Ergebnisses nach der Pause fehlte naturgemäß die dramatische Würze eines Pokalfights, die hätte möglicherweise aufkommen können, hätte manche Unwägbarkeit keinen Platz gehabt. Doch „hätte“ und „wäre“ haben wie im Leben auch auf dem Fußballplatz bekanntlich keine Chance. Glückwunsch an SV Rot-Weiß Hadamar!

FC Waldbrunn: Marvin Göltl, Eric Böcher, Robin Scholl, Cornelius Doll, Nils Egenolf, Christian Mehr, Jonas Eisenkopf, Mustafa Metovic, Lukas Scholl, Masahiro Oshima, Steffen Moritz (Tobias Keil, Moritz Steinhauer, Tobias Rösler, M. Neuhof, Arne Breuer, Julian Form)

SV Rot-Weiß Hadamar: Christopher Strauch, Alexander Schraut, David Sembene, Markus Neugebauer, Mohamed Zouaoui, Benjamin Kretschmer, Jann Bangert, Steffen Rücker, Marius Löbig, Jonas Herdering, Jerome Zey (Yigit, Yuki Noguchi, Tristan Burggraf, Miguel Granja, Sven Kunisch)

Tore: 0:1 Jerome Zey (3.), 0:2 Marius Löbig (14.), 0:3 Benjamin Kretschmer (62.), 0:4 Marius Löbig (69.), 0:5 Jerome Zey (71.), 1:5 Mustafa Metovic (85.), 2:5 Steffen Moritz (90.)

Schiedsrichter: Erik Vardanjan (Bad Camberg), Assistent 1:Aziz Bektas, Assistent 2: Maximilian Kebbel

Zuschauer: 700.

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